biografie24.de - die Biografie-Datenbank
News   |   aktuelle Charts   |   Biografien
Forum   |   Bildergalerie   |   Klingeltöne

 
0
Biografien / Biographien von A - Z  
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   0-9
Biografie-Datenbank » Ambros, Wolfgang


Ambros, Wolfgang
Stand: 07.06.2006 - 10:34

Nachname / Bandname: Ambros
Vorname: Wolfgang
Geburtsort / Gründungsort: Wolfsgraben, Niederösterreich
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 19.03.1952
Todestag: -

Wolfgang Ambros kommt am 19. März 1952 im niederösterreichischen Preßbaum als Sohn eines Volksschuldirektors und einer Lehrerin zur Welt. Er wächst ganz in der Nähe seines heutigen Wohnhauses auf und besucht die Volksschule, die sein Vater leitete.

Wolfgangs Schulkarriere wird 1962 in Wien fortgesetzt. Zuerst im Bundeskonvikt im 2. Wiener Bezirk, nach zwei Jahren wechselt er an das Bundesgymnasium in Wien 14, Astgasse, fliegt dort durch und entscheidet sich nach einem weiteren Jahr in der Hauptschule für die "Graphische Lehr- und Versuchsanstalt", wo er sich zum Siebdrucker ausbilden läßt. In seiner Klasse: Joesi Prokopetz, zu dessen Gedichten er damals seine ersten Lieder schreibt. Von der "Graphischen" fliegt er aus "disziplinären Gründen" - weil er nämlich nach dem Abgang seiner "ersten großen Liebe", die in die gleiche Klasse gegangen ist, aufs Lernen "verzichtet" (nachzuhören auf der LP "Mann und Frau"). Stattdessen verdient er sein Geld als Schreibmaschinenmechaniker, Auslagenarrangeur und schließlich als Plattenverkäufer im Musikhaus "3/4" in der Seilergasse. Mit 17 vermittelt ihm der Geschäftsführer einen Job in London, wo Ambros aber nach einem Jahr ohne Arbeitsgenehmigung wieder ausgewiesen wird. In einem Café trifft er zufällig seinen "alten Haberer" Joesi.

1971 ist Wolfgang wieder in seinem "Traumjob" als Plattenverkäufer engagiert, diesmal im "Musik-Palais" in der Wiener Innenstadt. Am Abend trifft er sich mit Freunden am Theseustempel und singt seine Lieder - darunter den "Hofa", ein vertontes Prokopetz-Gedicht. Eine Besucherin im Plattengeschäft überredet ihren Freund, Wolfgangs Musik zu fördern: Gemeinsam geht man ins erste Studio des heutigen Austro-Topproduzenten Peter Müller und spielt in zwei Stunden das "Hofa"-Demo ein. Um 6.000 Schilling Produktionskosten wird später die damals revolutionäre Single eingespielt, die im Radio erst nach anfänglicher "Schockwirkung" eingesetzt wird. Als Ambros im Dezember damit in der TV-Sendung "Spotlight" von Peter Rapp im Ronacher auftritt, ist das Lied Nr. 1 in den Charts, die Single war zu diesem Zeitpunkt bereits über 30.000mal verkauft.

Im Februar 1972 erscheint die erste Ambros-LP "Alles andere zählt net mehr", von der 15.000 Stück verkauft werden, für damalige Zeiten eine Sensation. Gemeinsam mit der "Hawelka"-Bekanntschaft Fredi Tauchen gründen Wolfgang und Joesi die Projektgruppe "Dröhnung", die bei dem "Arena 72" genannten Gegenstück zu den Wiener Festwochen die Urversion des "Watzmann" als Mitternachtseinlage aufführen und das Rustikal zwei Monate später als Hörspiel "Mit ana Flaschn Schnaps und meiner Gitarr" (W. Ambros) auf Ö3 präsentieren.

Für die "Arena 72" schreiben Ambros und Prokopetz 1973 den "Fäustling" und lernen bei der Aufführung das damalige "Milestones"-Mitglied Christian Kolonovits kennen. Der "Fäustling" erscheint auch auf Platte. Im Sommer muß Wolfgang zum Bundesheer, wird aber schon nach wenigen Wochen aus gesundheitlichen Gründen entlassen. Die Anti-BH-Single "Tagwache" wird vom Rundfunk boykottiert, im Herbst erscheint Wolfgangs erste hochdeutsche LP "Eigenheiten".

Im Sommer 1974 veröffentlicht Wolfgang die Single "A Mensch möcht i bleibn", verkauft im ersten Jahr keine 3.000 Stück und wird erst Jahre später zum Dauerbrenner.

Mit der LP "Es lebe der Zentralfriedhof" - inspiriert durch ein Plakat "100 Jahre Zentralfriedhof" vor dessen Haupttor in Wien - schafft Ambros 1975 den endgültigen Durchbruch und dokumentiert seine Freundschaft zum Musikerkollegen Georg Danzer, der "Heite drah i mi ham" und "A Gulasch und a Seidl Bier" geschrieben hat. Mit dem "Schurl" spielt er am 14. Dezember zweimal auf der Bühne des Konzerthauses um die - für damals - sensationelle Gage von 50.000 Schilling. In diesem Jahr "entdeckt" Ambros Bob Dylan und hat binnen fünf Monaten alle Dylan-LPs zu Hause.

1976 - das Jahr der ungewöhnlichen Projekte: Zuerst tritt W. Ambros für das Favoritner Duo "Blaschek & Svik" das erste Mal als Produzent in Erscheinung, führt dann zusammen mit Georg Danzer und Christian Kolonovits in der Wiener Stadthalle das Musical "Karli" auf, spielt im TV-Film "Fehlschuß" neben Paola Kinski die Hauptrolle, einen im entscheidenden Moment versagenden Fußballer und nimmt im Spätherbst das zweite Doppelalbum in der Geschichte des Austro-Rock auf: "19 Class A Numbers". Zu Weihnachten erscheint Österreichs geheime Nationalhymne "Schifoan" - und in einem Probekeller unter dem Antiquitätengeschäft in der Ballgasse gründet er seine Band, die "No.1 vom Wienerwald".

Ende Januar 1977 spielt Ambros den "Watzmann" im Deutschen Museum und reist dann für drei Monate nach Amerika. Nach seiner damals fast unbeachteten Single "Die Blume aus dem Gemeindebau" bringt er im Oktober die depressive LP "Hoffnungslos" auf den Markt.


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Nach der LP "Schaffnerlos", die Ambros nicht als Fortsetzung seiner eigenen Plattenlinie gelten läßt, beschließt er im Sommer 1978 Dylan-Lieder zu "verwienern". Die Notlösung heißt "Wie im Schlaf" und bringt Wolfgang den großen Durchbruch in Deutschland. Im Winter verkauft ein Wiener Sporthaus einen Original-Ambros-Schi.

Bei der Deutschlandtournee 1979 entsteht die Live-Doppel-LP "Auf ana langen finstern Straßn" - insgesamt tourt Ambros binnen 12 Monate dreimal in der BRD(!), wo die Dylan-LP die 100.000er-Grenze überschreitet. Im September erscheint die LP "Nie und nimmer" - dazu als Wolfgangs Tribut an die Discowelle seine erste (gleichnamige) Maxisingle.

Im Januar 1980 absolviert Ambros erfolgreich die Hilfsschilehrerprüfung. Zwei Plattenprojekte beschäftigen ihn in diesem Jahr: Die LP "Weiß wie Schnee" und das dritte Ambros/Tauchen/Prokopetz-Werk "Augustin", für das Tauchen sogar ein ORF-Drehbuch schreibt. Das Fernsehprojekt scheitert dann aber an Geldmangel. Die letzten drei Monate verbringt Wolfgang in den USA und Mittelamerika, dort schreibt er - bereits für seine nächste LP - den Titel "Belize".

Sieben Jahre nach seinem Erscheinen wird der "Watzmann" 1981 mit Gold prämiert. Ambros spielt in München seine LP "Selbstbewußt" ein. Im Herbst kauft er sein heutiges Wohnhaus in Preßbaum.

Erstmals in seiner Karriere erscheint 1982 keine neue Ambros-Platte. Er konzentriert sich auf die Renovierung seines neuen Hauses und widmet sich seiner Familie: am 19. März, seinem 30. Geburtstag, heiratet Wolfgang seine Frau Margit, rund einen Monat später - am 10. April - kommt Ambros' Junior Mathias zur Welt. Bei seiner Österreich-Tour im Mai stellt er mit 34.000 Besuchern einen neuen Rekord auf, im Herbst bringt er mit Joesi Prokopetz und Manfred Tauchen den "Watzmann" live auf der Bühne.

Mit seinem Freund Rainhard Fendrich spielt Wolfgang Anfang Februar 1983 im tirolerischen Waidring ein geheimes Konzert. Für die LP "Der letzte Tanz" mietet Ambros das digitale Studio von "Mr. Boney M". (Frank Farian), dessen Equipment heute teilweise im Ambros-Studio steht, bringt die erste Austropop-CD auf den Markt und spielt eine triumphale Österreich-Tournee, die in einem Ambros/Fendrich-Konzert im Wiener Weststadion vor 20.000 Fans gipfelt. Im Sommer stellt er sein Haus in Griechenland fertig, im Oktober startet der Probebetrieb im eigenen Studio, der "Powersound Factory": Im niederösterreichischen Achau hat Wolfgang mit seinen Partnern aus einer alten Wellpappenfabrik ein hochmodernes Plattenstudio gemacht. Das schon im November 82 aufgenommene Duett mit André Heller "Für immer jung" erscheint.

1984 winken dem Ur-Tiroler "Diplomatische Ehren" - er wird zum "Botschafter Tirols" und zum "Ehrenschilehrer" ernannt. Der Grund: Durch seinen Zweitwohnsitz in Waidring hat er kräftig am Aufstieg des Fremdenverkehrsortes mitgearbeitet. Ein Gag, den er sich mit Rainhard Fendrich erlaubt, erscheint ohne sein Wissen als Single: Die beiden haben eine Neuversion des Moser-Liedes "'s Naserl" eingespielt. Ambros produziert im eigenen Studio Hans Dujmic und Ulli Bäer. Im September veröffentlicht er seine eigene LP "Der Sinn des Lebens". Bei seiner Tournee macht der "Austro-Rock-Kaiser" das Unmögliche möglich: Die Wiener Stadthalle ist bei seinen Konzerten drei(!)mal ausverkauft!

Ende März 1985 erscheint auf der Heller-LP "Narrenlieder" das zweite Heller/Ambros-Duett: "Kumm ma mit kane Ausreden mehr" - produziert vom Austro-Amerikaner Peter Wolf. Nach einem gemeinsamen Benefizprojekt mit Rudi Dolezal und Rainhard Fendrich, "Austria für Afrika", "Warum" arbeitet Ambros an seiner nächsten LP, "No.13". Während der Aufnahmen kommt Harry Stampfer als neuer Drummer statt Helmut Novak zur Band.

Am 13. Januar 1986 erscheint "No. 13"; das Video zur Single "Langsam wachs ma z'samm" wird bei einem Urlaub auf den Kanarischen Inseln gedreht. An seinem Geburtstag wiederholt er das "Wunder" von 1984: zweimal die Wiener Stadthalle ausverkauft, wieder Zuschauerrekord auf seiner Österreich-Tournee! Die Euphorie wird durch einen Schicksalsschlag gebremst, als bei einem Bootsunfall am 30. April ein Mitfahrer ums Leben kommt. Ein Zuckerl für Musikkenner ist das Galakonzert, das am 5. September mit Friedrich Gulda, Jessye Norman und Wolfgang Ambros im Wiener Konzerthaus stattfindet. Am Jahresende schließt Wolferl eine Phase seiner Karriere ab: in einer 3-LP-Box hat er die besten Live-Nummern der letzten sechs Jahre zusammengefaßt.

Von einem Kenia-Urlaub werden 1987 die Aufnahmen zur LP "Gewitter" unterbrochen, auf der Wolfgang Ambros gewagte Arrangements, neue Ideen und vor allem keine Kompromisse zeigt. Die LP erscheint im September und wird von einer Österreich-Tournee begleitet. Das geniale heimische Video-Duo Rossacher/Dolezal dreht wieder einmal ein Ambros-Video: "V.I.P". Ein Journalist will W.Ambros via Nachrichtenmagazin "in Pension schicken", aber die Zahlen zur Tour sprechen eine andere Sprache: Allein in Wien sind 27.000 Tickets verkauft!

Der Versuch, 1988 mit "Miß World" Ulla Weigerstorfer in der "Powersound Factory" eine Single aufzunehmen, schlägt mangels entsprechender Erfahrungen der Miß fehl. Produzent Ambros verschiebt das Projekt auf unbestimmte Zeit.Im März und April ist Wolfgang mit seiner "No.1 vom Wienerwald" erfolgreich durch Deutschland unterwegs, seinen 36. Geburtstag feiert er bei einem ausverkauften Konzert im Deutschen Museum in München. Noch vorher wird Ambros wegen seines griechischen Motorbootunfalles von 1986 vor Gericht zitiert und erlebt dort eine Justizgroteske: Nach vier Stunden Verhandlung wird vertagt, um das Ergebnis einer Verhandlung in Griechenland abzuwarten. Dort wird Wolfgang schließlich freigesprochen. Der Fall ist somit erledigt. Zurück von einer halbjährigen Weltreise, die Wolfgang mit seiner Familie über Amerika, Australien, die Südsee und Griechenland zurück nach Wien führt, veröffentlicht er die englischsprachige Single "Rukuruku Bay", eine "tönende Postkarte" vom Traum-Urlaubsziel.

Als Vorbote zum neuen Album erscheint 1989 die neue Version eines alten Hits "Zwickt's mi 2000". Im Frühjahr wird die LP "Mann und Frau" aufgenommen, die im Mai erscheint. Und am 4. Oktober startet die Österreich/Deutschland-Tournee '89.

1990 findet die Verlängerung der Herbst-Tournee '89 "Mann und Frau" im Frühjahr und Sommer '90 durch Österreich und Deutschland statt. Anstelle eines von der Plattenfirma geplanten Samplers erscheint auf Wunsch von W.Ambros eine Kopplung aus bekannten Titeln und Hits, wie z.B. "Langsam wachs ma zsam" und "Die Blume aus dem Gemeindebau", die jedoch alle im Stile der "Lagerfeuerromantik" neu eingespielt werden.

1991 erfolgt die Wiederaufnahme der Produktion "Der Watzmann ruft". Erstmalig 1974 als Hörspiel produziert, wurden bis heute mehr als 250.000 Tonträger verkauft. Im Jahre 1982 erfuhr das Stück seine erste abendfüllende Live-Inszenierung durch die Autoren W. Ambros, M.O. Tauchen und J. Prokopetz und begab sich in Form eines Wandertheaters auf Tournee durch den Süden der Bundesrepublik. Der überaus große Publikumserfolg führte beispielsweise in München zu 10, in Nürnberg sogar zu 14 Vorstellungen en suite. Aufgrund von damals bestehenden Rechtsproblemen mit der Produktionsfirma der Schallplatte (10-Jahres-Klausel) kam es zu keiner Aufzeichnung dieses Ereignisses, obwohl die Nachfrage sehr groß war. Aus diesem Anlaß und nicht zuletzt wegen des 20-jährigen Bühnenjubiläums von W. Ambros wird das Stück nocheinmal inszeniert und durch die renommierten Regisseure R. Dolezal und H. Rossacher auch auf Video festgehalten.

1992 wird "Die größten Hits aus 20 Jahren" von W. Ambros; ein Sampler mit unvergeßlichen Highlights wie "Da Hofa", "Es lebe der Zentralfriedhof", "Schifoan", "Von Liebe ka Spur" u. v. vm. veröffentlicht. Nach intensiver Produktionsphase erscheint im September die zeitgenössische Schöpfung "Äquator". Dieser Tonträger bietet auch die Grundlage für die im November startende Österreich-Tournee unter dem Motto "Äquator-Tour '92".

Gemeinsam mit dem Kabarettisten Alexander Bisenz entsteht 1993 die parodistische Maxi-CD "Das Duell". Weiters kommt das Verkaufs-Video "Wolfgang Ambros - Die größten Hits aus 20 Jahren" - produziert vom erfolgreichen Filmduo Rudi Dolezal und Hannes Rossacher - auf den Markt. Auch bisher noch nicht veröffentlichtes Filmmaterial, zurückreichend bis in die 70er Jahre, ist auf diesem Streifen zu bewundern und sorgt für Unterhaltung. Diese Videocompilation ist mit über 15.000 verkauften Einheiten Österreichs meistverkauftes Musikvideo.

Mit den Einnahmen eines Benefiz-Konzertes stiftet Ambros 1994 neue Batterien für eine Solar-Anlage in einem von AMREF in Kenia betreuten Dschungel-Spital. Das aktuelle Album "Wasserfall" wird am österreichischen Markt Ende Mai veröffentlicht. nach zahlreichen Einzelauftritten im Frühjahr und Sommer startet ab Oktober die neue Tournee.

Im März und April 1995 findet die Wasserfall-Tournee in Deutschland statt. Zahlreiche Einzelauftritte in Österreich und Deutschland wurden für Frühjahr und Sommer fixiert.

Im Januar 1996 spielt Wolfgang Ambros die Hauptrolle in der Theaterproduktion "Das Spiel vom lieben Augustin" im Wiener Etablissement Ronacher. Die Musik für dieses Stück stammt zum Großteil aus seiner Feder. Daneben arrangiert er die Musik von Robert Stolz neu - ein Handschlag zwischen Generationen österreichischer Musikgeschichte. Noch in diesem Jahr erscheint der neue Tonträger mit dem Titel "Verwahrlost aber frei". Auf diesem aktuellen Album findet man u.a. all jene neuen Kompositionen, die auch für die Theaterproduktion "Das Spiel vom lieben Augustin" eigens von WOLFGANG AMBROS und seiner Band geschrieben wurden. Im Anschluß daran ist wieder eine Tournee durch Österreich und Deutschland unter dem Motto "25 Jahre Wolfgang Ambros" anberaumt. Den Höhepunkt dieser Tournee stellt sein Auftritt am 26. September d.J. in der Wiener Stadthalle dar, bei dem zahlreiche Gäste aus der deutschsprachigen Musikszene wie z.B. Peter Maffay, Wolfgang Niedecken, EAV, Georg Danzer u.v.a. dieses Ereignis mitfeiern werden. Dem DoRo-Team gelingt von diesem einzigartigen Konzert ein sensationeller Mitschnitt, das Verkaufsviedeo unter dem Titel "Für immer jung" erscheint und erzielt sensationelle Verkaufsergebnisse.

Wegen des großen Erfolges der Tournee 96 'Verwahrlost aber frei' wurde für das Frühjahr 1997 eine große Wiederholungstournee in Österreich und Deutschland angesetzt. Neben diesen Auftritten konnten wieder zahlreiche Festivals in Österreich und Deutschland fixiert werden. Anfang November 97 erschien die Live-Doppel-CD "Verwahrlost aber Live", ebenso wie das gleichnamige Video, welches eine komplette Retrospektive des erfolgreichen Konzertprogramms 96/97, sowie Hintergrundinformationen bietet. Am 10. Dezember 1997 steht er erstmals gemeinsam mit Rainhard Fendrich und Georg Danzer als AUSTRIA3 auf der Bühne des Theaters an der Wien , als Begleitmusiker engagierte das hochkarätige Trio Ulli Bäer (Gitarren, Gesang), Gary Lux (Keyboards, Gesang), Harald Fendrich (Baß), Andi Steirer (Percussions) und Harry Stampfer (Schlagzeug).

Ab März 1998 findet die erfolgreiche Tournee AUSTRIA 3 * DREI IM KONZERT statt. Die Tonträger und Videos werden mit Auszeichnungen überhäuft. Für vier ausverkaufte Konzerte in der Wiener Stadthalle erhalten Wolfgang Ambros, sowie Rainhard Fendrich und Georg Danzer, die goldenen Eintrittskarte.

Am 26. Februar 1999 präsentiert Wolfgang Ambros und die No. 1 vom Wienerwald in der Meierer im Wiener Stadtpark die neue CD "VOOM VOOM VANILLA CAMERA" mit einem Kurz-Konzert und anschließendem Fest für Freunde und Medienpartner. Im Rahmen einer ausgedehnten Tournee wird diese dem Publikum auch live vorgestellt.

Bereits 1999 wird hinter verschlossenen Türen an dem Projekt "Nach mir die Sintflut - Ambros singt Waits" gearbeitet. Es gibt nicht viele, die sich an ein solches Projekt wagen können, ohne nicht schon an der Startlinie zum Scheitern verurteilt zu sein. Wolfgang Ambros ist einer der wenigen. Ihm gelingt, sein Dylan-Album "Wie im Schlaf" ist Beweis, das Genie des Klang- und Wortkünstlers Tom Waits aufzunehmen und das seinige hinzuzufügen. Das Ergbnis: Ein Dutzend großartiger Waits-Interpretationen, sehr persönlich von Wolfgang Ambros ins Wienerische übersetzt. Neben bekannten Waits-Balladen wie "Martha" oder "Ruby's Arms", hat Ambros auch Klassiker wie "Romeo is bleeding" und Neuheiten - aus dem aktuellen Waits-Titel "Big in Japan" formt Ambros "Gross in Kagran" - aufgenommen und zu einem atmosphärischen Hörerlebnis der Sonderklasse verarbeitet. In Christian Kolonovits, musikalischer Produzent und Arrangeur des neuen Albums, hat er einen kongenialen Partner gefunden.

Fünf Millionen verkaufte Tonträger, 20 Studioalben, über 40 Compilations, unzählbare Live-Aufrtitte in 29 Bühnenjahren. Wolfgang Ambros, im 49. Lebensjahr bereits musikalische Legende. Doch damit noch lange nicht genug...

Derzeit gibt es Konzerte mit "AUSTRIA 3" und der "No. 1 vom Wienerwald" in Österreich und Deutschland, und auch an dem Filmprojekt .G.U.SCH. (s. A3-Interview 08) mit G.Danzer und R.Fendrich wird gearbeitet.

2001 feiert Ambros "30 Jahre WOLFGANG AMBROS"; Ende 2001 erscheint "Raritäten Volume", der zweite Teil mit ausgesuchten Raritäten und bis dahin unveröffentlichtem Material, wie "Telefongeld" etc.

Kurz darauf geht Ambros und die No. 1 vom Wienerwald auf Tournee mit dem "30-Jahre-Jubiläumsprogramm" welche er in der Bank Austria -CA- Halle im Wiener Gasometer Ende November 2001 startet.

Im Jahr 2002, kurz nach seinem 50. Geburtstag wird Wolfgang Ambros im April "Das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien" verliehen. Im Mai erhält er den Amadeus Award als Würdigung für sein Lebenswerk.

"Hoffnungslos Selbstbewußt" heißt das Live-Album, das anlässlich des 30-jährigen Bühnenjubiläums von Wolfgang Ambros am 3. Juni 2002 erschienen ist. Die CD besteht aus 16 Liedern, die bei den verschiedensten Konzerten 2001/2002 (30 Jahre, Ambros singt Waits, Best Of) mitgeschnitten wurden.

Im 30ten Jahr seiner Bühnenkarriere erhält Wolfgang Ambros auch mit dem Preis der österreichischen Tonträgerindustrie dem "Amadeus 2002" für sein Lebenswerk die "offizielle" Bestätigung für seinen unermüdlichen musikalischen Schaffensdrang.

Im Oktober 2002 erscheint die erste DVD "Wolfgang Ambros, Der Film über sein Leben - Hoffnungslos Selbstbewusst", eine DoRo- Produktion, mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Raritäten, vielen Stars und Aspekten der Persönlichketi und Karriere von Wolfgang Ambros, die bisher nie zu sehen waren. Mit Ausschnitten aus dem "30-Jahre-Jubiläumsprogramm" und den besten Songs der gleichnamigen CD "Hoffnungslos Selbstbewußt".

Im selben Monat wird auch die "Watzmann Live" - DVD veröffentlicht. Vor 30 Jahren wurde die schrille Alpenshow, das Rustikal von M.O Tauchen mit Musik von Wolfgang Ambros und Liedtexten von Joesi Prokopetz zum ersten Mal aufgeführt und ist seither zum Kult gereift. Dieses erste Alpenmusical erzählt die Geschichte des grausamen Berges Watzmann, der regelmäßig die Söhne der Bergbauern zu sich ruft und sie in ihr Verderben laufen lässt. Doch dies ist eigentlich nur die Rahmenhandlung für jede Menge Spass ... Manche Figuren, wie zum Beispiel die "Gailtalerin" sind seitdem längst Kult geworden! Neben dem eigentlichen Rustikal "Watzmann live" (Aufzeichnung von der sensationellen Tournee '91) wird auf der DVD auch eine Dokumentation über die Entstehung des Watzmann-Kults mit lange verloren geglaubten Raritäten aus den frühen Jahren (1972- 1982) geboten. Mit dem einem oder anderen Schuss Witz und natürlich auch mit der mal dramatisch-stimmungsvollen, mal fetzigen-schwungvollen Musik zwischen Rock und Schuhplattler- selbstverständlich live dargeboten (u.a. mit Hubert von Goisern!), erreicht das Stück hohe humoristische Klasse, ohne dabei auf das Niveau des Bierzelthumors abzusinken.
2003

Am 10. Mai 2003 eröffneten Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich und Georg Danzer feierlich das 3. Seniorenwohnheim für körperbehinderte Obdachlose in der Eßlinger Hauptstraße 9 in 1220 Wien als 3. Projekt der IFO (Initiative für Obdachlose). Als Ehrengäste wurden Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska und die Bezirksvorsteher vom 3., 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk willkommen geheißen. Dieses 3. Heim wurde der IFO von der Familienbeihilfe zur Verfügung gestellt. Weitere Infos und Fotos unter http://www.fendrich.at/ifo.htm


Im Herbst 2002 begann Ambros an einem neuen Album "Namenlos" zu arbeiten, welches als CD am 10. Juni 2003 bei BMG Ariola Austria veröffentlicht wird. Ab Oktober 2003 wird Wolfgang Ambros mit einem neuen Programm u.a. mit Titeln aus "Namenlos" auf Tournee in Österreich und Deutschland gehen.
2004

03. Mai 2004: "Wolfgang Ambros hat am Wochenende bei einem Unfall Verbrennungen ersten und zweiten Grades erlitten. Er wurde mit einem Notarzthubschrauber ins Wiener AKH geflogen. Eine Stichflamme verletzte den Musiker im Gesicht und an den Beinen." So oder so ähnlich lauten Meldungen, die in diesen Tagen durch die Medien gehen. Erst nach einigen Tagen kommen optimistischere Nachrichten. Wolfgang kann die Intensivstation verlassen, muß aber noch im Spital bleiben. Wie lange, ist zunächst ungewiss. Die Fans sind erschrocken. Bilder in einer Illustrierten zeigen Wolfgang mit dicken Verbänden und sichtlich vom Unfall gezeichnet. Als Wolfgang nach einigen Wochen die Klinik verlassen kann, sind die Folgen des Unfalls noch unübersehbar. Dennoch steht er bereits einen Tag nach seiner Entlassung auf der Bühne. Die Fans sind begeistert und bereiten ihm einen warmen Empfang.

Was bereits im Vorjahr gerüchteweise im Umlauf war, bestätigt sich: Der Watzmann kommt wieder. Doch mit einer schlichten Wiederaufführung geben sich Regiseur Rudi Dolezal, Wolfgang und das Team nicht zufrieden. In den Proberäumen entsteht im Frühjahr 2004 eine spektakuläre Neuinszenierung mit neuen Liedern, neuen Szenen und einer neuen Gailtalerin. Der Spagat gelingt. Die Premiere auf der Seebühne am Chiemsee ist ausverkauft wie auch die folgenden Vorstellungen. An vier Tagen pro Woche stehen Wolfgang, Joesi Prokopetz Christoph Fälbl, Klaus Eberhartinger (Frontmann der EAV und neue Gailtalerin) sowie die No 1 und der Rest der Crew dem Sommer über in Bernau auf der Bühne. Wolfgang trägt noch immer Verbände, hat sich aber sonst sehr gut von seinem Feuerunfall erholt.

Die neuen Elemente kommen an: Weil der Bauer (Joesi Prokopetz) und die Gailtalerin nicht mehr vom selben Darsteller gespielt werden, können sich die beiden Figuren erstmals im Stück begegnen, was der Geschichte einen ganz neuen Aspekt verleiht. Die Rolle der Gailtalerin wird gesangsbetonter, was wunderbar in einem Solo-Lied (In meinem Herzen...) zum Ausdruck kommt. Das Lied ist aus Wolfgangs Feder und gehört zu den High-Lights der Aufführungen. Tipp: Der neue Watzmann ist auf DVD erschienen. Auf der Bonus-DVD ist Wolfgang mit seiner Version des Liedes zu hören.

Die Neuinzenierung des Watzmann wird zum Triumphzug. Nach dem Auftrittsmarathon am Chiemsee geht das Stück auf Städte-Tournee. Ausverkaufte Hallen, begeisterte Zuschauer und eine überschwängliche Presse begleiten die Tour. Im Herbst schließlich gibt es die letzte Aufführung in Freiburg. Das DoRo-Team filmt mit, die Aufnahmen sollen sind für die oben erwähnte DVD-Fassung des neuen Watzmanns.
2005

Nach einer kurzen Erholungspause im Winter spielen Wolfgang und die No 1 wieder zahlreiche Live-Konzerte in Österreich und Deutschland. Die Gerüchte-Küche brodelt. Neues Album? Neues Austria3-Album? Doch es kommt anders und nicht minder überraschend:
Watzmann und kein Ende. Die Nachfrage der Fans ist ungebrochen und so gibt es ab dem 1.7. neue Watzmann-Termine. Ebenfalls am 1.7 erscheint der neue Watzmann auf DVD. Die Neu-Veröffentlichung enthält neben dem Watzmann (Aufführung in Freiburg 2004) auch eine separate DVD mit Bonusmaterial, dem Making of und vielen Blicken hinter die Watzmann- Kulissen.

Diesmal beginnt die Tour mit einer ausverkauften Show in der Wiener Stadthalle, wieder steht der Chiemsee auf dem Spielplan. In Kärnten werden wegen der großen Nachfrage Zusatzshows veranstaltet. Bis in den Spätsommer hinein tourt die Watzmann-Crew und spielt vor ausverkauften Häusern. Im September ist es schließlich so weit: Der letzte Vorhang fällt. Symbolisch werden einige Requisiten zu Grabe getragen. War das der ultimativ letzte Watzmann?

Unmittelbar danach setzen Wolfgang und die No. 1 ihre Live-Tour vom Frühjahr fort. Der Kalender ist dicht gedrängt: Konzerte in Österreich und Deutschland, dazwischen viel Zeit im Tourbus, über zweitausend Kilometer Gesamtfahrstrecke in ein paar Tagen.

Dann die Überraschung:
Ambros singt Moser. Zwischen Live-Auftitten und anderen Verpflichtungen geht Wolfgang mit dem Ambassade-Orchester ins Studio und nimmt 15 Lieder des alten Grantlers Hans Moser auf. Zwei Live-Shows folgen. Das Experiment gelingt. Die CD wird ein Renner und die Live-Shows sind ausverkauft. Fans und Presse sind sich einig: Die eigenständigen Interpretationen der alten Moser-Lieder überzeugen. Ende des Jahres verabschiedet sich Wolfgang mit einem Neujahrsgruß auf seiner Webseite für dieses Jahr von seinen Fans und zieht sich für einige Wochen nach Kenya zurück. Dort schreibt er an einem neuen, mit Spannung erwarteten, Album und kümmert sich um ein weiteres Wohltätigkeitsprojekt, dass er bereits im Spätsommer in Angriff genommen hat. Ein Spital soll modernisiert und so die medizinische Versorgung für die Einwohner verbessert werden. Wolfgang wird zur Finanzierung eigens Benefiz-Konzerte geben, deren Einnahmen in das Projekt fließen.

Quelle: Sony BMG
Foto: Gerhard Fally

Ambros, Wolfgang

Weitere Informationen:
0
(c) by Chart-King - a Division of Gastro-Pro
erstellt mit PHPKIT Version 1.6.03 © 2002 - 2003 by moonrise