biografie24.de - die Biografie-Datenbank
News   |   aktuelle Charts   |   Biografien
Forum   |   Bildergalerie   |   Klingeltöne

 
0
Biografien / Biographien von A - Z  
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   0-9
Biografie-Datenbank » Aguilera, Christina


Aguilera, Christina
Stand: 22.06.2006 - 01:32

Nachname / Bandname: Aguilera
Vorname: Christina Maria
Geburtsort / Gründungsort: Staten Island, New York, USA
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 18.12.1980
Todestag: -

Mit ihrem neuen Album "Stripped" streift Christina Aguilera mutig die Überreste ihres früheren Teen Star-Images ab und zeigt wie sie wirklich ist.

Sechzehn Tracks befinden sich, neben der sensationellen Debütsingle "Dirrty", auf "Stripped". Christina präsentiert sich als freie und furchtlose Künstlerin, die sich und ihre Musik von allen Zwängen befreit hat. Diese Loslösung erscheint zum einen wie eine Unabhängigkeitserklärung, zum anderen liefert sie eine überzeugende Demonstration ihres leidenschaftlichen Talents ab. Einfach ausgedrückt: This is the real deal!

"Wenn du siebzehn, naiv und unerfahren bist, bist du dankbar für jegliche Führung, die du bekommen kannst".

Lassen wir die Aguilera'sche Karriere noch einmal Revue passieren:
Sie begann 1999 mit dem kometenhaften Aufstieg an die Spitze der Charts. Es folgten das gleichnamige Debütalbum mit den aufeinanderfolgenden Chart-Toppern "Genie In A Bottle" und "What A Girl Wants". Das Grandiose war, dass sie diesen Erfolg mit "Mi Reflejo", der spanischen Version ihres Debüts, wiederholte und bald darauf mit "My Kind Of Christmas" einen weiteren Megaerfolg landete.

Christina verkaufte mehr als zehn Millionen Alben, gewann einen Grammy in der Kategorie "Best New Artist" und absolvierte eine Welttournee. Wow, denkt sich jetzt wahrscheinlich so mancher, die hat alles erreicht, was ein Künstler sich erhofft. Nicht so Ms. Aguilera: Anstatt sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen strebte sie neue Ziele an. Sie wollte ihr ganzes Talent entfalten, sich aber vor allem aus der Schublade befreien, in die sie von den Medien gesteckt wurde.

"Ich fühlte mich gefangen," erklärt sie. "Ich wurde von den Leuten unterdrückt, die daran interessiert waren, dass ich immer dasselbe mache. Aber ich mache niemanden dafür verantwortlich. Man lernt schnell in diesem Business und als ich erst einmal wusste was ich wollte, hab ich mir von niemandem rein reden lassen."

Ihr erstes Ziel war erst einmal ihr Zuhause in Los Angeles. Erholung, Entspannung, zu sich selbst finden und ihre beiden Hunde hatten Priorität.

"Ich brauchte diese Pause," gibt sie zu. " Ich wollte mich einfach eine Zeitlang in meinem Schlupfloch verkriechen. In meinem Leben - nicht nur bezogen auf meine Karriere - ist so viel in so kurzer Zeit passiert. Meine erste große Liebe und ich haben uns getrennt und außerdem hab ich gemerkt, dass ich auch Erfahrungen außerhalb der TV- und Tonstudios und Hotelzimmer brauche.


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Aber selbst in dieser benötigen Pause konnte die Sängerin und Songschreiberin ihre ruhelose, kreative Energie nicht unterdrücken. Dieser Power hat sie es höchstwahrscheinlich auch zu verdanken, dass aus der ehemaligen Talentshowteilnehmerin aus Pittsburgh ein internationaler Superstar wurde.

"Ich wurde angetrieben," gibt Christina offen zu. "Selbst inmitten der Tour, dachte ich daran, wie mein nächstes Album werden würde: ich schrieb Songfetzen in Zeitungen und Hefte."

Wer jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt darauf baute, dass bald eine neue Platte von diesem kreativen Köpfchen in den Record stores erhältlich sein würde, wurde leider ein wenig enttäuscht. Zunächst veröffentlichte sie mit Ricky Martin das Duett "Nobody Wants To Be Lonely", danach erhielt sie das äußerst verlockende Angebot einer vielversprechenden Zusammenarbeit mit Pink, Mya und Lil'Kim. Und an den Titel "Lady Marmalade", aber vor allem an das Video, erinnert man sich schließlich gern zurück. Dieser Augen- und Ohrenschmaus sorgte dafür, dass Christina international im Rampenlicht stand, selbst dann noch, als sie langsam, aber stetig die Grundlagen für ein musikalisches Manifest schuf, das alle Regeln neu definieren würde.

"Ich war mir bewusst, was ich wollte," fährt sie fort. "Ich fühlte mich schon lange unwohl mit dem Image, das man mit mir und meiner Musik in Verbindung brachte. Es war als ob ich etwas vorgeben würde, was ich nicht bin; so als ob ich mein wahres "Ich" verstecken würde. Bei diesem Album war ich entschlossen hinter den Hype und Glitter zu treten, um zu den bloßen Tatsachen zurückzukehren. Es war, als ob ich mit allem neu anfangen würde."

Gleichzeitig verbindet "Stripped" aber auch die Reaktionen auf ihre Vergangenheit.
"Ich war immer ein großer Fan von Soul. Ich liebe echten Rock&Roll und Hip-Hop ist einer meiner größten Einflüsse. Ich wollte alles." Und was diese Frau will, verfolgt sie mit unaufhörlichem Ehrgeiz und einer Bereitschaft ihre Grenzen extrem auszureizen.

"Ich dachte immer, im Tonstudio aufzunehmen bedeutet Perfektion zu erreichen. Als ich dieses Album machte, entdeckte ich, dass es wichtiger ist echte Gefühle zu vermitteln. So gut es geht wollte ich dem Zuhörer das Gefühl geben, er stünde direkt neben mir im Studio. Mich als Persönlichkeit vorzustellen stand im Vordergrund. Worauf es zum ersten Mal ankam war, dass zu teilen, was ich wirklich durchmache."

Doch hier hört die Setzung neuer Maßstäbe keinesfalls auf: die größte Herausforderung stellte die Zusammenstellung des Producer- und Songwriting -Teams dar. Wichtig war es für Christina mit Leuten zusammenzuarbeiten, die nicht von ihrem "alten Image beeinflusst waren". Nachdem die Visionärin all diese schädlichen Einflüsse in einem nahezu unbarmherzigen Prozess der Elimination beseitigt hatte, stand erfolgreicher Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

Unter anderem bewiesen Linda Perry, Producerin von Pink, das Team von Redman und Rockwilder, der Producer von Alanis Morrissette - Glenn Ballard, der Studiokünstler Scott Storch und die Künstlerin Alicia Keys sowie deren Producer auf "Stripped" ihr Können.

Nach achtzehn Monaten Studioaufnahmen, in denen Christina immer das Ruder in der Hand behielt, nahm "Stripped" langsam Gestalt an. Dieses Album bietet nicht nur eine atemberaubende Vielfältigkeit in puncto Styles, sondern gewährt auch einen genauen und enthüllenden Einblick in die Gedanken und Gefühle einer jungen Frau, die sich im Aufbruch zu persönlicher und beruflicher Unabhängigkeit befindet.

Das Resultat beinhaltet Songs, die definitiv mit dem Image des Popsternchen aufräumen und die Voraussetzung für eine Karriere selbst nach Millionen verkaufter Alben und Konzerttickets schafft. It's only getting started!

Den Beweis einer reiferen Sängerin liefert das gesamte Album "Stripped" bereits von der ersten Note von "Impossible", der rauchigen Ballade von Alicia Keys. Auch "Beautiful", "Get Mine, Get Yours" und "Make Over" mit seinem glühenden Gitarrensound und schließlich der extrem heiße Funk von "Dirrty" featuring Redman und Rockwilder reihen sich ein.

"Ich mochte 'Let's Get Dirty' sehr," gesteht Christina. "Deshalb fragte ich Rockwilder, ob er nicht etwas ähnliches für mich machen könnte. Was dabei heraus kam, war ein bisschen zu nah am Original, aber dann dachte ich 'Warum nicht?'. Der Track ist wie ein Antwortsong, nur aus weiblicher Sicht."

Dieser neuartige Style von "Stripped" erzeugt beim ersten Hören auf jeden Fall Verwunderung und Erstaunen. Andere tiefgründige, offene und ehrliche Seiten dieses Albums erschließen sich erst nach einiger Zeit.

"Alles was ich bei 'I'm OK' singe ist echt," beteuert die Künstlerin. "Ich habe es direkt aus meinem Leben genommen und wende mich mit dem Song an meinen Dad."
Ein anderes bemerkenswertes Stück auf "Stripped" ist "Can't Hold Me Down". Böse Zungen würden hier behaupten, es handle sich um eine Art Payback an einen bestimmten Rapper, allerdings geht es Christina nicht darum.

"Ich hab überhaupt keine Zeit für so was. Ich bin viel eher daran interessiert Mädchen zu helfen für ihre Rechte einzustehen. Darum geht es in dem Song - Doppelmoral und um die Erwartungen von Männern wie wir auszusehen haben und wie wir uns verhalten sollen, nur um ihnen zu gefallen. Wenn ich irgendeinen Einfluss als Entertainerin habe, möchte ich optimistisch und motivierend wirken, um die Welt ein klein wenig besser zu machen."

Für Christina beginnt alles mit Ehrlichkeit: "Die Musik ist das, was ich bin," beteuert sie selbstbewusst. "Entweder man akzeptiert das oder nicht, aber ich werde mich für niemanden ändern." Letztendlich, sagt Christina Aguilera, ist das Album eine Danksagung an alle Fans, die ihren Namen so bekannt gemacht haben.

"Fans werden ja auch erwachsen. Wir alle wollen etwas Reales und wenn wir das wirklich möchten, werden wir es finden. Dieses Album ist für jeden, der das wirklich möchte."

Quelle: Sony BMG
Foto: Merinda Penn Turin

Aguilera, Christina

Weitere Informationen:
0
(c) by Chart-King - a Division of Gastro-Pro
erstellt mit PHPKIT Version 1.6.03 © 2002 - 2003 by moonrise