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Biografie-Datenbank » Barenaked Ladies


Barenaked Ladies
Stand: 29.06.2006 - 03:52

Nachname / Bandname: Barenaked Ladies
Vorname: -
Geburtsort / Gründungsort: Toronto, Ontario, USA
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 1988
Todestag: -

2000 vereinten die BARENAKED LADIES ihren eigenwilligen Humor und ihr großartiges Songwriting auf dem Album Maroon. Das ist eine lange Zeit für eine Band, die sich regelmäßig in den Charts einnistete und eigentlich jedes Album in den USA vergoldete oder mit Platin überzog. Aber nun ja, die BARENAKED LADIES sind trotz ihrer locker-flockigen Songs kein auf Erfolg getrimmtes Hitprodukt, sondern eine Rockband, die statt mit Schnelllebigkeit mit Zeitlosigkeit überzeugt. Und auch auf ihrem im November 2003 veröffentlichten Album Everything To Everyone liefern sie großartige Arbeit ab, die alten Fans den Geschmacksbauch pinselt und neuen Fans einen leichten Zugang gewährt.

"Wir haben immer gesagt, dass wir ein bißchen Zeit brauchen, um neue Songs zu schreiben," spricht Ed Robertson. "Also haben wir uns diesmal keine Deadline gesetzt. Wir mussten uns selbst und auch unserem Publikum mal eine Pause lassen." Nach insgesamt 10 Millionen weltweit verkauften Alben ist dies durchaus nachvollziehbar und führte überdies zu einem hochgradig entspanntem Ergebnis, das nichts BARENAKED LADIES-typisches vermissen lässt. Auch wenn die Band in Sachen Songwriting in sich ging: "Wir haben uns auch entschlossen, den Songwriting-Prozess etwas zu öffnen," so Steven. "Früher haben Ed und ich fast alle Songs geschrieben. Diesmal haben wir uns alle zusammen rangesetzt, jeder für sich und in verschiedenen Konstellationen. Wir wollten mehr Ideenaustausch und mehr Flexibilität, um die Songs mit etwas Neuem anzufüllen, das nicht nur zwei Köpfen entspringt."


   polyphone & monophone Klingeltöne   

"Das war ein komplizierter Prozess, bei dem wir uns immer wieder vergegenwärtigen mussten, ob wir auch hinter der selben Sache her sind," ergänzt Multi-Instrumentalist Kevin. "Also haben wir regelmäßige Diskussionen abgehalten, während derer wir einander erzählten, wie wir glücklich werden können."

Produziert wurde Everything For Everyone von Ron Anielleo, der schon Chart-Topper Lifehouse und BARENAKED LADIES-Kollegen Guster unter seine Fittiche genommen hatte. "Er ist ein Musiker", bestätigt Tyler, "und das macht den großen Unterschied. Wir gaben ihm die Demos, und als wir uns ein paar Tage später wieder trafen, hatte er zu jedem Songs schon ein paar gute Ideen. Er war mit aller Leidenschaft dabei."

Everything To Everyone ist ein vielfarbiges Werk geworden, das aus vielen Einflüssen schöpft. So findet man einen Hauch Bluegrass-Melodik in For You, ein bißchen Euro-Disco in Shopping und dreiriffigen Rock in Maybe Katie. Musikalisch und textlich wird das Ganze nach wie vor humorvoll aufgetischt und bewahrt jene Lockerheit, die bisher jedes BARENAKED LADIES-Album und nicht weniger ihre virtuosen und großartig unterhaltenden Shows auszeichnt. Das bedeutet allerdings nicht, dass es in der Welt der BARENAKED LADIES oberflächlich zugeht. Das große Thema des Albums heißt Entfremdung und Desillusionierung. Everything To Everyone sucht Individualität, Herz und Seele in einer Zeit, in der Normierung und Gleichmacherei regieren. Es sind, wie immer bei den BARENAKED LADIES, die feinen Zwischentöne, die das Gefühl berühren und dem naiven Lächeln einen hintergründigen Zug verleihen. So beim bittersüßen Opener Celebrity ("Don't call me a zero /I'm gonna be a hero .. all that you will see is a celebrity") und bei der ersten Single Another Postcard, das in scheinbarem Jahrmarktgroove eine absurde Romanze erzählt.

"Tasache ist," so Jim, "in dem Business, in dem wir uns bewegen gibt es so einen Drang, für alle das Ein und Alles zu sein. Aber um ein gutes Album zu machen, dürfen wir nur über Dinge schreiben, die uns auch wirklich nahe gehen." Everything To Everyone ist das was passiert, wenn eine Band sich selbst eine Freude macht - und dadurch auch den Fans.

Jim Creeggan, Tyler Stewart, Steven Page und Ed Robertson tauchten bereits 1988 in der Alternative-Szene Torontos auf. Ihr erster Hit Be My Yoko Ono aus der 91er EP führte prompt zum ersten Golderfolg der kanadischen Independent-Szene überhaupt. Folgerichtig erschien im darauffolgenden Jahr das Album Gordon denn auch als Major-Debut bei Sire/Reprise, das sich acht Wochen lang auf Position 1 in den kanadischen Hitlisten hielt und für den Juno-Award und die Auszeichnung Group Of The Year sorgte. Das 94er Album Maybe You Should Drive und der Nachfolger von 1996, die Shoe Box-EP, verursachte schon bald ungeahntes Wachstum des Fankreises, der die Kunde von den kanadischen Newcomern bis in die USA trug. Doch noch ließ der Durchbruch auf dem größten aller Unterhaltungsmärkte auf sich warten.

Das änderte sich mit dem Erscheinen von Born On A Pirate Ship (1996), das den Yankee-Hit The Old Apartment erhielt, der sich schon bald in die Top 40 der US-Charts spielte. 1997 war das Spiel schließlich entschieden: Die BARENAKED LADIES waren huge: Auftritte in CNN's Showbiz Today, Beverly Hills 90210 und Conan O'Brien's New Year's Eve Show führte sie einem Millionenpublikum vor, das offensichtlich begeistert von dem war, was es sah und hörte. Der Follow-Up, das Live-Album Rock Spectacle, schaffte nach einem Jahr Präsenz in den Billboard Heatseekers dann endlich den Sprung in die Top 100.
Im Januar 1998 begann die Arbeit an Stunt, ihrem vierten Studioalbum, das zuerst in Austin mit Susan Rogers und dann in Toronto mit David Leonard als Co-Producer aufgenommen wurde. In Nashville wurde Stunt von Leonard und der Band schließlich abgemischt und war zugleich das Albumdebut Kevin Hearns, dessen Keyboards das gesamte Album durchziehen. Das Album enthielt unter anderem ihren Durchbruchs-Hit in Deutschland One Week.

Im Jahr 2000 schrieben die BARENAKED LADIES ihre Geschichte mit Maroon fort. Von Produzenten-Koryphäe Don Was produziert landete das Album schnurstracks von 0 auf 5 in den US-Charts und enthielt die Single Pinch Me. Die schwere Leukämie-Erkrankung Kevin Hearns war überwunden, und live zeigten sich die fünf wieder in bester Verfassung.

2001 zogen die BARENAKED LADIES mit Disc One: All Their Greatest Hits dann die erste Zwischenbilanz.

Quelle: WEA Records / tbe
Foto: WEA Records / Robert Sebree

Barenaked Ladies

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