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Biografie-Datenbank » Avenged Sevenfold


Avenged Sevenfold
Stand: 29.06.2006 - 02:52

Nachname / Bandname: Avenged Sevenfold
Vorname: -
Geburtsort / Gründungsort: Huntington Beach, Kalifornien, USA
Geburtsdatum / Gründungsdatum: ?
Todestag: -

"Wer Kain erschlägt, der soll siebenfacher Rache verfallen", so entschied Gott, nachdem Kain seinen Bruder Abel auf dem Feld erschlagen hatte. Kain wurde daraufhin mit einem Zeichen versehen, das seine Schuld, aber auch seinen Sonderstatus vor Gott für alle offen zutage treten lassen würde: dem Kainsmal. Folglich wusste jeder, was ihn erwartete, wenn er sich Kain stellte - dieser würde siebenfach gerächt werden: AVENGED SEVENFOLD! Doch keine Angst. Die fünf aus Huntington Beach, California, sind gar nicht so bibelfest - sie sind vor allem eines: metalfest.

Wann hat man das letzte Mal messerscharfen und upgespeedeten Metal zu hören bekommen, dessen Melodielinien ein Wechselbad von Wohlgefühl und kaltem Schauer hervorrufen? Dessen Double-Bass-Einsätze Atemlosigkeit verursachen, dessen Riffing einer Achterbahnfahrt gleich kommen und dessen Vocals die Haare auf den Unterarmen Flamenco tanzen lassen? In AVENGED SEVENFOLD verbinden sich Pantera, GnR, AFI und Iron Maiden mit der Rotzigkeit von Bad Religion und Mr. Bungle und der Freude am Technischen á la Dream Theater zu einem powervollen Update kompromissloser Rock-Purity. Und doch - jenseits aller Vergleiche ist das frisch, neu und zeigt nach vorn, in eine Zeit, in der Rockmusik wieder etwas bedeutet: Mosh up your life!


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Volle 73 Minuten dauert die Führung durch die City Of Evil, jene Stadt, in der AVENGED SEVENFOLD, auch kurz A7X geschrieben, nach dem Scheppern der 7 apokalyptischen Trompeten auf Sounding The Seventh Trumpet (2001) und dem Erwachen der Gefallenen auf Waking The Fallen (2003) es sich gut gehen lassen. Zusammen mit Producer Mudrock, der bereits auf Waking... tätig wurde, und Mixer Andy Wallace (Nirvana), stellten AVENGED SEVENFOLD das Warner-Debüt City Of Evil in Los Angeles auf die Beine. "Wir sind definitiv an dem Punkt angekommen, an dem wir wir selbst geworden sind," behauptet Sänger M. Shadows. "In Südkalifornien wächst du total in diesem Punk-Ding auf. Gleichzeitig hörten wir Pantera, Metallica, Megadeth und Slayer. Und dann denkst du: Ich will in so einer Band spielen. Nein, doch lieber in so einer. Und schließlich bist du plötzlich darüber hinweg und deine ganz eigene Musik strömt aus dir heraus. Das passiert gerade wegen der unterschiedlichen Einflüsse, die wir alle mitbringen. Und wir haben überhaupt keine Angst davor, alles in unsere Songs zu packen, wenn wir das Gefühl haben, es müsste rein."

Es ist eigentlich egal, woher A7X ihre Energie im Einzelnen nehmen, das Entscheidende ist, sie rocken und sie akzeptieren keine Grenzen. So brachten sie das 2000 People starke Publikum im ausverkauften Music Box Theater in Hollywood mit 20 nahezu vollkommen unbekannten, weil neuen Songs zum euphorischen durchdrehen und holten für das Interlude von The Wicked End ein 14-köpfiges Orchester und einen kompletten Knabenchor auf die Bühne. Ein perfekter "Metal-Moment" in der Tradition von Led Zeppelin, Queen und Guns´n´Roses´ November Rain, in dem A7X das Erbe ihrer Vorfahren verschmolzen, so dass diese stolz darauf gewesen wären. Die Moshheads im Publikum wussten es zu danken und hatten die Momente ihrer kathartischen Befreiung bei der unbändigen Energie von Bat Country, das AVENGED SEVENFOLD nach ihren eigenen Las Vegas-Erfahrungen dem jüngst verstorbenen Hunter S. Thompson gewidmet haben, bei dem Maiden-esken City of Evil und dem hymnischen Opener Beast & The Harlot, das zugleich der erste Single-/Videotrack ist.

AVENGED SEVENFOLD entsprechen dem Mythos vom Rock´n´Roll, und sie tun ihr bestes dazu. So kennt man sie für ihren unbedingten Willen zu feiern, da sie nach jedem Gig eine wahre Partyspur hinter sich lassen. Sie trinken, und das gern und viel, und sie machen keinen Hehl draus, dass Strip-Clubs auf Tour ihre zweite Heimat sind. "Stripper und Bands haben eine besondere Verbindung," erklärt Vengeance. "Sie entblößen sich beide."

"Und was sie machen, machen sie ganz," wirft Shadows ein. "Die Band kommt rein und die Sonderbehandlung fängt an." Und welcher Strip-Club ist der beste? "Ich steh auf Strip-Clubs, die außer Kontrolle geraten," gibt er zurück und zählt auf: Vegas, New York, New Orleans, wo einige der besseren Clubs waren, die sie besucht haben.

Aber weit davon entfernt, eine Party-Band zu sein, entblößen A7X auf City Of Evil eine vielschichtige Charakterstruktur. So präsentiert Sidewinder gen Ende eine höchst gelungene Flamenco-Einlage, die die technische Virtuosität der Band unterstreicht, ebenso wie die vertrackten Tempowechsel bei Burn It Down und das Intro vor infernalischen Sturm von Strength Of The World, das klassische Melodieführung mit einem Hauch Spaghetti-Western mixt.

Vor allem die letzten drei Jahre stellten sich für A7X als sehr lehr- und erfahrungsreich heraus. Stück für Stück spielten sie sich von der Warped Side-Stage, über die Zweitligisten-Bühne bis zur Main Stage hoch. "Wir haben ne Menge Bands gesehen, die einen guten Start hatten, aber dann mitten auf dem Weg unter dem Druck zerbrachen. Wir haben viel gelernt dadurch, dass wir uns von unten hochgearbeitet haben. Es hat uns auf Dauer sehr stark gemacht," erklärt Vengeance.

Durchhaltevermögen gehört dabei zu den wichtigsten Tugenden, die eine Band mitbringen muss. "Ich habe eine Menge gute Tipps von Fat Mike von NoFX bekommen," erzählt Shadow. "Nicht nur, wie man dies oder das besser spielt, sondern er meinte: Wenn du dieses Zeug lange spielen willst, musst du Spaß dran haben. Wenn du kein Spaß dran hast, wirst du nicht weit kommen. Ich glaube, das ist wirklich das wichtigste."

Daran jedenfalls, am Spaß an der Sache, wird es nicht fehlen, das wird klar, wenn man City Of Evil hört, denn die Jungs sind wirklich mit Herz und Seele dabei. Als sie ins Rockgeschäft einstiegen und ihr Debüt Sounding The Seventh Trumpet vorlegten, waren sie knapp 18 Jahre alt und schöpfen aus eben dieser Energie, mit der sie in die Sache einstiegen. Airplay gab es schon immer nur spärlich, denn eine Band, die, statt sich auf drei Minuten pro Song zu beschränken, kaum unter 6 Minuten davon kommt, findet auch in den Staaten keine Airplay-Slots. Trotzdem folgt ihnen eine treue Fangemeinde, der sie sich vor allem anderen verpflichtet fühlen.

"Harte Arbeit zahlt sich aus," betont Shadows. "Man gewinnt eine feste Fanbase, die durch dick und dünn mit dir geht. Wenn etwas passiert, lassen sie dich nicht fallen, sie fangen dich auf. Wir werden nie im Radio gespielt, aber es sind immer Fans da. Und je langsamer du aufsteigst, desto stabiler ist die Fanbase. Man kann sie nicht einfach unter uns heraus ziehen. Die Fans lieben die Band, und dafür sind wir sehr dankbar."

Quelle: Warner Music Group
Foto: Warner Music Group

Avenged Sevenfold

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