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Biografie-Datenbank » Barber, Patricia


Barber, Patricia
Stand: 29.06.2006 - 22:35

Nachname / Bandname: Barber
Vorname: Patricia
Geburtsort / Gründungsort: Chicago, Illinois, USA
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 1956
Todestag: -

Gediegenes Songwriter-Handwerk, raffinierte Coverversionen, ideenreiche Poesie, souveräne Pianotechnik und natürlich eine unverwechselbare Stimme: Patricia Barber hat all das, was eine wirklich erstklassige Jazz-Singer-Songwriterin ausmacht. Auf "Live: A Fortnight In France" sind die üppigen Talente der Künstlerin jetzt live und damit besonders authentisch zu erleben. Die zehn Tracks ließ die bei Chicago geborene Barber zwischen März und April 2004 in überschaubaren Clubs in den französischen Städten Metz, Nizza, La Rochelle und Paris mitschneiden. Diese Ortswahl ist alles andere als zufällig: "Ich bin immer eine Frankreichliebhaberin gewesen", gesteht die Musikerin. "Ich liebe die Menschen, die Sprache, das Essen und den Wein. Und am meisten liebe ich Paris. Eine Sache, die ich an den Franzosen besonders schätze, ist, dass sie nicht übersättigt sind. In meiner Musik ist das genauso, und daraus resultiert, glaube ich, unsere gegenseitige Anziehung."

Tatsächlich schätzen außergewöhnlich viele Franzosen diese außergewöhnliche Künstlerin. Von Anfang an hatte sie hier besonders zahlreiche Anhänger, und am Ende von "Live: A Fortnight In France" kann man hören, wie frenetisch diese Fans ihre Musikerin feiern. Dabei handelt es sich um ein Konzert von genau der Art, wie es Patricia Barber auf der anderen Seite des Atlantiks bereits hundertfach über die Bühne gebracht hat: "Was man hört, ist, was wir in einer beliebigen Nacht auch im Green Mill (Anm.: Barbers Stammclub in Chicago) spielen. Es ist unsere prototypische Show: fünfzig Prozent Coverversionen, fünfzig Prozent Originalkompositionen."


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Für Barber typisch ist auch das traumhaft sichere Zusammenspiel mit den langjährigen Weggefährten Neal Alger (Gitarre), Michael Arnapol (Bass) und Eric Montzka (Schlagzeug). Die Formation spielt seit Barbers 2002er Einspielung "Verse" zusammen. "Wir sind immer besser und besser geworden", kommentiert die Künstlerin den Prozess. "Wir vertrauen uns mittlerweile so sehr, dass die Improvisationen mitunter ganz schön abenteuerlich werden. Auf der Bühne ist es oft so, als würden wir freihändig fahren. Wir können blitzschnell wechseln, andere Dinge ausprobieren und in ganz verschiedene Richtungen gehen. Deshalb ist es so wertvoll, eine Band dauerhaft intakt zu halten, so wie es auch Keith Jarrett, Brad Mehldau oder Pat Metheny tun."

"Live: A Fortnight In France" startet mit "Gotcha", einer neuen Eigenkomposition, die von Anfang an durch Barbers Inspirationskraft und Wortwitz überzeugt: "Did you ever think a piano would fall on your head?/Do you look over your shoulder at all?". Das Typische von Barbers Songwriter-Handschrift besteht darin, Humor, Psychologie und intelligente Stoffe auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. So ist wie der Opener auch die zweite Neukomposition "White World" von Ovids "Metamorphosen" inspiriert. Die Sammlung mythologischer Erzählungen zählt seit jeher zu den größten poetischen Einflüssen der Künstlerin, die vor kurzem ein Stipendium der Guggenheim-Stiftung zur Schaffung eines neuen Songzirkels erhielt. Mit dem poetischen, vom französischen Dichter Paul Verlaine inspirierten "Danson La Gigue" sowie dem psychologisierenden "Pieces" finden sich hier zudem zwei Barber-Kompositionen, die erstmals auf "Verse" auftauchten. Beide Live-Interpretationen weichen allerdings deutlich von den ursprünglichen Studioeinspielungen ab, das neue Arrangement von "Pieces" weckt gar Erinnerungen an den minimalistischen Modernismus von Laurie Anderson. Ebenso packend gelangen Barber ihre aktuellen Coverversionen, darunter eine souveräne Instrumentalfassung von "Witchcraft", eine elegische Interpretation von "Norwegian Wood" (Beatles) und eine sehr entspannte Samba-Variante von "Call Me" (Chris Montez).

Patricia Barber wurde in einem Vorort von Chicago geboren. Ihr Vater ist der Saxophonist Floyd "Shim" Barber, der unter anderem bei Glenn Miller spielte. Sie studierte Piano und Psychologie an der University of Iowa bis hin zum Abschluss im Jahr 1979. Nach einem weiteren Jahr in Iowa City zog sie nach Chicago, wo sie erstmals 1984 mit regelmäßigen Engagements ein größeres Publikum auf sich aufmerksam machte. Bis heute wurzelt Barbers Popularität vor allem in ihren regelmäßigen Clubauftritten. Und mit "Live: A Fortnight In France" lässt sich ein solch formidabler Konzertabend mit Patricia Barber jetzt auch ganz bequem im heimischen Sessel erleben!

Quelle: EMI Music Germany
Foto: EMI Music Germany

Barber, Patricia

Weitere Informationen:
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