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Biografie-Datenbank » B.W.O. (Bodies Without Organs)


B.W.O. (Bodies Without Organs)
Stand: 29.06.2006 - 23:35

Nachname / Bandname: B.W.O. (Bodies Without Organs)
Vorname: -
Geburtsort / Gründungsort: Schweden
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 2003
Todestag: -

Nicht nur Abba, Roxette, Ace Of Base und die Cardigans haben Schweden zur drittgrößten Popmusikexportnation der Welt nach den USA und Großbritannien gemacht. Alexander Bard trägt ebenfalls einen gewichtigen Anteil an dieser Statistik. Als Kopf der schrillen Eurodisco-Formation Army Of Lovers gelangen dem umtriebigen Komponisten und Soundschöpfer, der als Travestiekünstler in den Achtzigern seine Karriere im Showgeschäft begann, in der ersten Hälfte der Neunziger enorme Erfolge, darunter die Welthits "Crucified" und "Obsession". Tatsächlich schafften Army Of Lovers etwas, was nur wenigen Dance-Projekten vergönnt ist: Sie wurden zu einem Markennamen in der ansonsten oft identitätslosen Dance-Musik.

Auch B.W.O. (Abkürzung für Bodies Without Organs), Alexander Bards neues Projekt, das er nach Erfolgen mit den Gruppen Vacuum und zuletzt Alcazar ("Crying At The Discotheque") im Herbst 2003 gründete, hat beste Aussichten, die internationalen Charts gehörig aufzumischen. Schwedische Kritiker sind sich jedenfalls einig, dass es ihm mit B.W.O. endlich gelungen ist, sein Ausnahmetalent für mitreißende Dance-Musik und unwiderstehlichen Synthiepop mit brillantem Songwriting zu kombinieren.


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Erste Erfolge hat die Band aus Stockholm, zu der neben Alexander Bard der 22-jährige Sänger Martin Rolinski, ein gebürtiger Pole, und die Keyboarderin Marina Shiptjenko, eine Halb-Ukrainerin, gehören, bereits vorzuweisen. Schon das erste Demo-Tape führte im März 2004 zu einem mehrere Alben umfassenden Vertrag mit EMI Schweden und die Debütsingle "Living In A Fantasy" schaffte in Schweden auf Anhieb eine Top-20-Platzierung. In Russland erreichte der Song sogar Platz eins. Doch das war nur der Anfang. Jetzt haben B.W.O. das restliche Europa im Visier. Auf dem Debütalbum "Prototype", das Anfang 2005 erscheint, findet sich ein gutes Dutzend potenzieller Hits und Dancefloorfüller, die das Herz jedes Elektropop-Fans höher schlagen lassen.

Gleich der mit Disco-Einflüssen der Achtziger und futuristischen Soundideen angereicherte Albumauftakt "Sixteen Tons Of Hardware" entpuppt sich als ein Clubpop-Juwel erster Güte. "Son Of A Gun" und "Living In A Fantasy" bieten fröhliche Reminiszenzen an frühe Kylie-Minogue-Singles. Die leichtgewichtigen Elektronik-Spielereien "Walking The Night" und "Conquering America" verwöhnen mit klassischen Ohrwurm-Melodien. "Sunshine In The Rain" erinnert in seiner Unbeschwertheit an einen der größten schwedischen Pophits der Siebziger ("Moviestar" von Harpo) und "Rhythm Divine" sorgt mit sanft wiegenden Reggae-Grooves für entspanntes Karibik-Feeling. Mit der Ballade "Open Door" und dem melancholischen "Voodoo Magic" haben B.W.O. natürlich auch romantische Momente in ihrem Repertoire.

Zweifellos spielt das Trio perfekt auf der Klaviatur des Elektropop, wobei nicht nur Depeche Mode, sondern - neben vielen anderen Einflüssen - auch Abba und die Bee Gees wichtig sind. Bei aller Nähe zum Sound der siebziger und achtziger Jahre finden B.W.O. jedoch immer eine Abzweigung ins 21. Jahrhundert, denn ihre Musik produzieren sie ausschließlich auf heute gängigem Equipment. Von der herkömmlichen Studioarbeit haben sie sich längst verabschiedet. Sounds, Harmonien und Rhythmen entstehen ortunabhängig auf Laptops: in Flughäfen, Hotelzimmern, Clubs, Cafés, ja selbst in der Küche. Nur für die Aufnahme von Martin Rolinskis einnehmendem Gesang und für die Endabmischung suchen B.W.O. ein Studio auf. Hier arbeitet Alexander Bard immer mit seinem Kreativpartner Anders Hansson zusammen. Die beiden sind ein eingeschworenes Team, das seit gut zehn Jahren unter dem Logo Bard & Hansson zahlreiche schwedische und internationale Acts produzierte, darunter Cher, Christina Aguilera und Jessica Simpson.

Dass Bard und Hansson genau wissen, wie eine Band klingen muss, die als nächste schwedische Popexport-Sensation gehandelt wird, zeigt das Album "Prototype" auf beeindruckende Art und Weise. Gleichwohl sind B.W.O. nicht nur musikalisch ein Volltreffer. Optisch ist das Trio bei seiner Verknüpfung von Electro-Musik und Avantgarde-Mode nicht minder extraordinär. Ganz gleich, ob auf der Bühne oder in ihren Videos, der extravagante B.W.O.-Look lässt selbst ausgefallene Kreationen von Modegurus wie Martin Margeila und Jean Paul Gaultier konservativ erscheinen.

Quelle: EMI Music
Foto: Peter Boettcher

B.W.O. (Bodies Without Organs)

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