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Biografie-Datenbank » Anjaka


Anjaka
Stand: 29.06.2006 - 22:35

Nachname / Bandname: Anjaka
Vorname: -
Geburtsort / Gründungsort: ?
Geburtsdatum / Gründungsdatum: ?
Todestag: -

"Jeder ist als Kind der festen Überzeugung fliegen zu können. Es ist schade, dass man dieses Gefühl irgendwann verliert. Ich war mir jedenfalls hundertprozentig sicher, dass ich es kann und bin jeden Tag von der Schule nach Hause geflogen - weil's schneller ging und die Schuhe gedrückt haben."

Mittlerweile ist es schon einige Jahre her, dass sich für die heute 28-jährige Sängerin der Himmel über Berlin auf so magische Weise aufgetan hat. Doch die kindliche Zuversicht, dieses Selbstverständnis, mit der Welt eins zu sein, hat ANJAKA, so das frische Synonym für Anja Krabbe, in einen Song auf ihrem neuen Album gepackt. "Natürlich kann ich fliegen" ist zweifellos einer der unbefangeneren Momente auf "ANJAKA", einem Album, auf dem pointiert beziehungspolitische Reibungspunkte verhandelt werden ("Vorbei") und bisweilen zu unangenehmen Themen wie Gewalt und Missbrauch im Familienkreis mutig Stellung bezogen wird ("Doch ihr Lächeln war da").

ANJAKA ist ein Kind der Großstadt. Ein unruhiges Energiebündel und burschikoser Wildfang. Stets im Zentrum der Aktionen. Sie ist außerdem Patin des Projekts "Off Road Kids", das sich für Straßenkinder einsetzt. "Ich habe auch ein 17-jähriges Mädchen aufgenommen. Die hat bei mir gewohnt, bis sie wieder Boden unter den Füssen hatte..." In den schöpferischen Pausen genießt sie die Stille auf ihrer Dachterrasse über den Dächern von Kreuzberg. Die Ruhe vor dem Sturm. ANJAKA will die Gunst der Stunde nutzen. Denn an publikumswirksamen Frontfrauen mit Biss herrscht in der deutschen Musikszene derzeit akuter Mangel. ANJAKA hat Lust und Energie, mit femininem Schneid die herrschenden Verhältnisse ein wenig auf den Kopf zu stellen.


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Für die zwölf Songs auf "ANJAKA", darunter auch eine gelungene Coverversion von Rio Reisers "Menschenfresser", hat sich die Berliner Popsängerin auf manch folgenreiche Liaison eingelassen. Besonders die Zusammenarbeit mit den beiden Künstlerinnen Luci van Org und Maya Singh erwies sich als äußerst fruchtbar. "Luci und ich hätten uns auf einer Party wahrscheinlich niemals freiwillig angesprochen, aber die künstlerische Zusammenarbeit war ein Traum und heute sind wir Freunde...." Während Luci direkt in der Nachbarschaft wohnt, lebt Maya Singh in München. Und die kleine Inderin, die mit "Prinzessin" letztes Jahr ihre erste eigene Single veröffentlichte, ist nicht nur eine formidable Songwriterin, sondern laut ANJAKA "ein zauberhaftes Wesen, das ich ständig in den Arm nehmen könnte".

Weitere feste Koordinaten im künstlerischen Prozess sind ihr Co-Autor und Bassist PC und der Produzent Derek von Krogh. "Die beiden geben meinen Songs den letzten entscheidenden Kick..." FloBu, der Schlagzeuger, Gabriel Holz an der Gitarre und Arne Augustin an den Keyboards vervollständigen die Begleitband. Und die versteht es, ebenso filigrane Soundteppiche zu knüpfen wie mächtig Dampf abzulassen. Herausgekommen ist eine Mischung aus sensiblen Downbeats und schneidigem Power-Pop, ein fliegender Wechsel zwischen elektronischem Spiel und bandorientiertem Kraftakt. Stets getragen von ANJAKAs warmherzig ergreifender Stimme und immer einen gesunden Tick jenseits des Mainstream.

"Ich genieße das Glück, die Freiheit zu haben, meine Musik so machen zu können, wie ich das möchte", sagt ANJAKA in der Gewissheit, dass ihr enorm starke Songs gelungen sind. Popsongs, die man auch wie Bilder betrachten kann, auf denen jeder etwas anderes erkennt. Das leise Flehen in "Bitte bleib", die Leidensgeschichte, die auf den Verlust der Kontrolle hinausläuft, in "Wenn es soweit ist", das tiefe Vertrauen in "Weck mich auf", all das sind tagträumerische Anleitungen zum Glücklichsein, trotz aller Schatten.

Apropos Bilder, wer regelmäßig ins Kino geht, wird hier und dort auch schon unbewusst auf ANJAKA's Stimme gestoßen sein. An den Soundtracks der deutschen Filmproduktionen "Das Leben ist eine Baustelle" mit Jürgen Vogel, "Zugvögel" mit Joachim Krol und "Im Juli" mit Moritz Bleibtreu (Titelsong "Du wirst deine Sonne finden" im Duoprojekt "69" mit PC) hat sie als Sängerin und Autorin mitgewirkt.

Aber richtig austoben kann sich ANJAKA am besten auf der Bühne. Da bekommen ihre Songs Flügel, da hebt sie ab. Und kein Schuh drückt mehr.

Quelle: EMI Music Germany
Foto: EMI Music Germany

Anjaka

Weitere Informationen:
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