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Biografie-Datenbank » Alpha Blondy


Alpha Blondy
Stand: 29.06.2006 - 22:35

Nachname / Bandname: Kone
Vorname: Seydou
Geburtsort / Gründungsort: Dimbokoro, Côte d'Ivoire
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 01.01.1953
Todestag: -

Es ist nun schon fast zwanzig Jahre her, seit Rebel Rasta die internationale Reggaeszene regierte. 1983 erschien "Jah Glory", das Album mit dem unvergessenen Hit "Brigadier Sabary", das den afrikanischen Reggae gehörig aufwirbelte. Ganz Westafrika wurde von dem Phänomen angesteckt und machte Alpha Blondy, den Sänger von der Elfenbeinküste, zum Bannerträger. Das war der Anfang einer internationalen Karriere. Mit nur wenigen Alben sicherte Alpha Blondy seinen Platz in den Reggae-Anthologien neben Legenden wie Bob Marley und Jimmy Cliff. Sein einzigartiges Talent bestand in der Gabe, aussagekräftige Texte mit unvergleichlichen Melodien zu verknüpfen - man denke nur an so großartige Stücke wie das mystische "Jerusalem" oder das ganz entspannte "Sweet Fanta Diallo".

Während seiner gesamten Laufbahn, die inzwischen immerhin mehr als zehn Alben umfasst, hat Blondy es sich zur Aufgabe gemacht, Regimes mit angeblich demokratischen, in Wahrheit eher diktatorischen Systemen aufzudecken, und das in einer geradlinigen, offenen Sprache, die ihm die volle Unterstützung der breiten Massen sicherte. "Ich weise auf den Zusammenbruch der politischen Kultur in Afrika hin, deute auf diejenigen, die sich mit allen Mitteln an der Macht zu halten versuchen." Blondy spricht eben Dinge aus, über die nachzudenken sich andere noch nicht einmal wagen. Das hat ihn in Europa und Afrika für eine ganze Rasta-Generation zur Stimme der Freiheit werden lassen.


   polyphone & monophone Klingeltöne   

Seydou Kone, so sein bürgerlicher Name, wurde am 1. Januar 1953 in Dimbokro an der Elfenbein-Küste geboren. Seine Großmutter, unter deren führender Hand er aufwuchs, verlieh ihm den Spitznamen "Blondy" (Bandit), dem er selbst das "Alpha" - der Anfang - voranstellte. Seine erste Band (The Atomic Vibrations) gründete er bereits auf der Schule. Fasziniert von Amerika, ging er nach New York und studierte zwei Jahre lang an der Columbia Universität. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit stand er auf Club-Bühnen in Harlem und sang die Klassiker seines Idols Bob Marley, dessen Rastafari-Ideologie er ebenfalls für sich adaptiert hatte, ohne jedoch von seinen beiden anderen religiösen Einflüssen, dem Koran und der Bibel, abzurücken. Sein erstes Album "Jah Glory", das sich rasch zu einem Topseller in ganz Westafrika entwickelte, entstand erst nach seiner Rückkehr nach Abidjan/Elfenbeinküste zusammen mit einem Fernsehorchester. Der anschließende Vertrag mit EMI ermöglichte ihm die internationale Karriere mit Plattenproduktionen in Jamaika und Frankreich und Tourneen durch die USA, Afrika und Europa. Mitte der 90er wurde der Künstler mit mehr Misstrauen beobachtet, zumal sein feuriges Temperament und seine unverhohlenen Wutausbrüche den Medien ein gefundenes Fressen waren. Aber das ist nun mal ein Bestandteil dieses genialen und überschäumenden Künstlers. Er gab nicht auf und beharrte auf seinem Sinn für Recht und Gerechtigkeit.

Pünktlich zum neuen Jahrtausend unterschrieb Blondy erneut bei EMI, und kehrte so zu seinen Ursprüngen zurück. Mit den selben Musikern, die ihm schon in den Anfangsjahren als Backup gedient hatten, hat er mit einer im Oktober 2000 im Palais Omnisports de Bercy in Paris aufgenommenen Live-CD eine neue künstlerische Phase eingeläutet. Begleitet vom Solar System und unterstützt von namhaften Gästen wie Touré Kunda und Serge Kassy, stellt die Ikone des Reggae auf "Paris Bercy" unter Beweis, dass er nichts an seinem verzaubernden Charisma verloren hat. Inzwischen hat er eine Fangemeinde aufgebaut, die mehrere Generationen umfasst. Auf der Platte etwa gibt Blondy seine Version von "Black Samourai" mit einem 15.000-Kehlen starken Hintergrundchor - seine mehrsprachigen Botschaften überbringt er mit soviel Elan und Vitalität wie eh und je. Alpha Blondy ist und bleibt einer der politisch engagiertesten und zudem unterhaltsamsten Propheten des Reggae - auch im neuen Millennium.

Quelle: EMI Music Germany
Foto: EMI Music Germany

Alpha Blondy

Weitere Informationen:
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