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Biografie-Datenbank » Alexander, Peter


Alexander, Peter
Stand: 30.06.2006 - 04:42

Nachname / Bandname: Neumayer
Vorname: Peter Alexander Ferdinand Maximilian
Geburtsort / Gründungsort: Wien, Österreich
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 30.06.1926
Todestag: -

Peter Alexander ist ein österreichischer Sänger und Schauspieler.

Bereits während Peter Alexanders Schulzeit zeigte sich sein Hang zum Parodieren. Nach dem Volksschulbesuch wechselte er auf das Humanistische Gymnasium im 18. Wiener Gemeindebezirk, das er wegen verschiedener Streiche verlassen musste. Daraufhin schickte ihn der strenge Vater in das damals von Deutschen besetzte Znaim, wo Peter 1944 die Matura machte. Der Krieg machte weitere Pläne zunächst zunichte. 1944 war er erst Flakhelfer, kam dann zum Arbeitsdienst nach Breslau und meldete sich auf seine Einberufung hin schließlich freiwillig zur Marine. 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. Die Monate in diversen Lagern nutzte er, um seine Talente in Form von Theaterabenden oder musikalischen Improvisationen zu erproben.

Zurück in Wien sollte Alexander nach dem Willen seiner Eltern ein Medizinstudium beginnen. Er inskribierte auch an der Universität Wien, besuchte aber nur eine Vorlesung. Sein Traum war es, ein ernsthafter Schauspieler zu werden und möglichst ans Burgtheater engagiert zu werden. Ab 1946 absolvierte er am Max-Reinhardt-Seminar eine Schauspiel-Ausbildung und schloss diese 1948 mit Auszeichnung ab. Schon hier zeichnete sich ab, dass er eher für das komödiantische Fach bestimmt war. Seit den Nachkriegsjahren verehrte er Frank Sinatra sowie andere amerikanische Entertainer und hat sich Gesang und Klavierspiel autodidaktisch erarbeitet.

Bereits 1951 erschien seine erste Schallplatte, 1952 folgte der erste Spielfilm. Bis 1981 hatte er als Sänger 27 Top-Ten-Hits in der Bundesrepublik Deutschland und war bis heute achtzig Mal in den Top Hundert vertreten. Für seine Schallplatten, Filme und Fernsehshows erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Allein von 1965 bis 1982 wurden über 15 Millionen Langspielplatten und 25 Millionen Singles von Peter Alexander bei "Ariola" verkauft, wobei die Schaffenszeiten bei "Polydor" von 1951 bis 1965 und 1982 bis heute noch nicht berücksichtigt sind. Er brachte insgesamt über 156 Singles und über 120 Original-Langspielplatten auf den Markt sowie mehrere Dutzende EP-Produktionen. Eng verbunden mit der Gesangskarriere von Peter Alexander war der Erfolgsproduzent Kurt Feltz.

Alexander trat von den 1950ern bis in die frühen 1970er als Darsteller in zahlreichen Unterhaltungsfilmen auf, in denen er zumeist auch als Sänger zu hören war. Sein oftmaliger Partner dabei war Gunther Philipp. Große Popularität erlangte er durch die Verkörperung des Kellners Leopold in der Verfilmung der Operette Im weißen Rössl (Regie Werner Jacobs, 1960). Diese Art von Unterhaltungsfilmen, der leichten Muse, wurden durchaus große Erfolge. So wurde er 1957 von Deutschlands Kinobesitzer zum Besten Nachwuchskünstler gewählt und er bekam Jahre später u.a. die "Goldene Leinwand" und die "Berolina".

Von 1969 bis 1975 erzielte die Peter Alexander Show, in denen er als moderierender Gastgeber, Entertainer, Parodist und Sänger generationenübergreifende Unterhaltung bot, beachtliche Einschaltquoten im Fernsehen. Die damaligen ZDF-Shows (Spezialitäten..., Wir gratulieren...) mit den Büchern von Hans Hubberten und unter der Regie von Ekkehard Böhmer, Dieter Pröttel und Dieter Wendrich erreichten hohe Einschaltquoten. Mit bis zu 38 Millionen TV-Zuschauern allein in Deutschland erzielte er Einschaltquoten, die sonst nur Weltmeisterschaftsübertragungen erreichten. Unvergessen bleibt in diesem Zusammenhang auch die große ZDF-Gala zu Gunsten der Deutschen Krebshilfe aus dem Jahre 1975 Treffpunkt Herz. Alexander etablierte sich so als Showstar ohne Beispiel im gesamten deutschsprachigen Raum. Seine Tourneen in der Bundesrepublik, in Österreich und der Schweiz erzielten im gleichen Zeitraum unglaubliche Resonanz. Diese Tourneen gaben dem Künstler die Möglichkeit, seine Vielseitigkeit, z.B. als Pianist im Swing-Bereich, über das TV-Show-Format hinaus zu präsentieren. So erhielt er 1982 den neugeschaffenen Musikjournalistenpreis, weil er in wenigen Wochen über 250.000 Konzertkarten verkaufen konnte. Seine Tourneen waren Triumphzüge durch die größten Hallen im deutschen Sprachraum. 1975 sahen Peter Alexander 500.000 Menschen auf seinen Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Selbst die Berliner Deutschlandhalle war 1973 binnen 48 Stunden mit über 11.000 Karten ausverkauft und 1991 konnte er immerhin viermal die Wiener Stadthalle mit ca. 10.000 Plätzen bis auf den letzten Platz füllen. Als er 1987 die Eröffnung des Austria Centers in Wien moderierte, sahen über 1 Milliarde Menschen weltweit zu.

Mit dem Niedergang des Samstagabend-Showformats trat auch Alexander mehr und mehr in den Hintergrund. Am 16. Januar 2005 war Peter Alexander erstmals wieder aktuell im ZDF zu sehen, als sein vorab aufgezeichneter Gratulationsbeitrag zum 70. Geburtstag des Produzenten Wolfgang Rademann in der Sendung ausgestrahlt wurde.

Inzwischen hat Alexander bekanntgegeben, trotz zahlreicher Anfragen nicht mehr in der Öffentlichkeit aufzutreten. Er lebt, nach dem Tod seiner Frau Hilde im März 2003 verwitwet, in seinem Haus im 19. Wiener Bezirk.

Im Mai 2006 erschien zu seinem 80. Geburtstag die von dem Autor Michael Wenk und Fanclub-Leiterin Barbara Löhr zusammengestellte Bildbiografie "Peter Alexander - Das tat ich alles aus Liebe". Peter Alexander verfasste das Vorwort dazu.


Filmografie (Auszug)

  • Verlorene Melodie, 1952
  • Königin der Arena, 1952
  • Die süßesten Früchte, 1953, Regie: Franz Antel, mit Wolf Albach-Retty, Eva Bajor, Maria Holst, Leila Negra, Gunther Philipp, Rudolf Platte, Oskar Sima
  • Drei von denen man spricht, 1953
  • Verliebte Leute, 1954, Regie: Franz Antel, mit Peter Pasetti, Rudolf Platte, Hannelore Bollmann
  • Liebe, Tanz und 1000 Schlager, 1955, mit Caterina Valente und Rudolf Platte
  • Bonjour Kathrin, 1956
  • Ein Mann muß nicht immer schön sein, 1956
  • Liebe, Jazz und Übermut, 1957, Regie: Erik Ode, Bibi Johns (Britta Johnsen), Ida Krottendorf, Hugo Lindinger, Nora Minor, Erik Ode, Hans Olden, Rudolf Platte, June Richmond
  • Das haut hin, 1957
  • Münchhausen in Afrika, 1958, mit Gunther Philipp
  • Wehe, wenn sie losgelassen, 1958, Regie: Géza von Cziffra, mit Bibi Johns
  • So ein Millionär hats schwer, 1958, mit Germaine Damar, Heinz Erhardt
  • Peter schießt den Vogel ab, 1959, Regie: Géza von Cziffra, mit Germaine Damar
  • Schlag auf Schlag, 1959
  • Ich bin kein Casanova, 1959
  • Salem Aleikum, 1959
  • Kriminaltango, 1960, Regie: Géza von Cziffra, mit Vivi Bach, Peter Carsten, Susi Nicoletti, Fritz Muliar
  • Ich zähle täglich meine Sorgen, 1960, mit Ingeborg Schöner, Gunther Philipp
  • Im weißen Rößl, 1960, mit Waltraut Haas und Gunther Philipp
  • Saison in Salzburg, 1961, mit Waltraut Haas, Gunther Philipp, Ingeborg Schöner
  • Die Abenteuer des Grafen Bobby, 1961, an der Seite von Gunther Philipp
  • Die Fledermaus , 1962, Regie: Géza von Cziffra, mit Marianne Koch, Marika Rökk, Willy Millowitsch, Gunther Philipp, Boy Gobert, Hans Moser (Frosch), Oskar Sima, Susi Nicoletti
  • Die Lustige Witwe, 1962, mit Karin Hübner, Gunther Philipp, Ernst Waldbrunn
  • Hochzeitsnacht im Paradies, 1962, mit Marika Rökk, Waltraut Haas, Gunther Philipp, Fred Liewehr
  • Das süße Leben des Grafen Bobby, 1962, mit Gunther Philipp
  • Charleys Tante, 1963, Regie: Géza von Cziffra, mit Maria Sebaldt, Peter Vogel, Eike Pulver, Alfred Böhm
  • Der Musterknabe, 1963, mit Cornelia Froboess, Gunther Philipp, Gusti Wolf
  • Schwejk's Flegeljahre, 1963, mit Rudolf Prack, Gunther Philipp, Lotte Ledl, Hannelore Auer, Susi Nicoletti, Rolf Kutschera, Oskar Wegrostek, Franz Muxeneder
  • Hilfe, meine Braut klaut, 1964
  • Das Liebeskarussell, 1965, mit Curd Jürgens, Nadja Tiller, Ivan Desny, Gert Fröbe, Catherine Deneuve, Friedrich von Thun, Ingeborg Wall, Heinz Rühmann, Johanna von Koczian, Richard Münch, Anita Ekberg, Axel von Ambesser
  • ...und sowas muß um 8 ins Bett, 1965, mit Gitte Haenning, Ingeborg Schöner, Gunther Philipp
  • Graf Bobby, der Schrecken des wilden Westens, 1965, mit Gunther Philipp
  • Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy?, 1966
  • Zum Teufel mit der Penne, 1968, mit Hansi Kraus (Pepe Nietnagel), Hannelore Elsner, Willy Millowitsch, Theo Lingen (Oberstudiendirektor Dr. Gottlieb Taft), Heintje
  • Hurra, die Schule brennt, 1969, mit Heintje, Theo Lingen, Gerlinde Locker, Werner Finck, Harald Juhnke
  • Hauptsache Ferien, 1972, Regie: Peter Weck, mit Christiane Hörbiger, Theo Lingen

Alexander, Peter

Weitere Informationen:
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Peter Alexander aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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