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Biografie-Datenbank » Bassey, Shirley


Bassey, Shirley
Stand: 30.06.2006 - 06:09

Nachname / Bandname: Bassey
Vorname: Shirley
Geburtsort / Gründungsort: Cardiff, Wales, England
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 08.01.1937
Todestag: -

Shirley Bassey ist unbestritten eine der schillerndsten Figuren im internationalen Showgeschäft. Ihre beeindruckend mondäne Erscheinung, ihre phänomenale Stimmgewalt und ihre dramatische Interpretation von Legionen klassischer Songs durchdringen nun schon seit mehr als vier Jahrzehnten jeden Winkel der Erde. Miss Shirley Bassey versinnbildlicht Glamour und Stil, ihre Kleider sind ebenso majestätisch wie ihre Interpretationen. Zweifellos, die "Last Grande Dame of Showbiz", die bereits in den Fünfzigern Stammgast einer englischen Fernsehshow war, in den frühen Sechzigern Furore in Las Vegas machte und 1977 als beste Solistin der letzten 50 Jahre mit einem Brit-Award ausgezeichnet wurde, gehört zu der kleinen Elite internationaler Künstler, deren Popularität generationsübergreifend ist und konstant anhält. Bestes Beispiel ist das vorliegende Album "Diamonds Are Forever - The Remix Album", das großartige Momente ihrer langen Karriere in neuem Licht erstrahlen lässt.

In den letzten beiden Jahrzehnten stellte sich die am 8. Januar 1937 in Tiger Bay, Cardiff, Wales geborene Sängerin immer neuen Herausforderungen. Dabei bewies sie nicht nur wieder ihr ehrfuchtgebietendes Talent als Songveredlerin mit packenden Arrangements zeitgenössischer Hits, sondern kollaborierte auch erfolgreich mit Vertretern der nachgewachsenen Musiker- und Produzentengeneration. So nahm sie 1987 mit dem Schweizer Elektronik-Popduo Yello den Top-Hit "The Rhythm Divine" auf, arbeitete 1998 mit Chris Rea am Titelsong des Films "La Passione" zusammen und produzierte mit den britischen Big-Beat-Heroen Propellerheads das erhabene "History Repeating". Spätestens seit diesem unwiderstehlichen Song, der 1998 zum Dauerbrenner in der europäischen Clubszene avancierte, ist Shirley Bassey auch bei Dance-Fans Kult.

Darum entspricht es einer gewissen Logik, dass nun einige der besten Dance-Produzenten und -Musiker mit "Diamonds Are Forever - The Remix Album" der britischen Ausnahmesängerin ihre ganz spezielle Reverenz erweisen. Jeder der zehn beteiligten Acts hat sich einen persönlichen Lieblingssong aus dem schier unerschöpflichen Repertoire von Shirley Bassey ausgewählt und anhand der alten Bänder eine neue Version angefertigt. Die zeigt zwar unüberhörbar die Handschrift des jeweiligen Remixers und Produzenten, doch die typischen Charakteristiken des Originals bleiben erhalten. Im Mittelpunkt aller Adaptionen, die längst nicht nur auf die Erfordernisse der Dance-Kultur abgestimmt sind, steht immer der pure Magnetismus von Shirley Basseys Stimme.


verfügbare polyphone Klingeltöne

Kenny "Dope" Gonzalez, eine Hälfte des New Yorker Produzententeams Masters At Work, schwärmt schon seit Jugendtagen für Shirley Bassey und hat sich ihre 1970 entstandene Interpretation des Doors-Klassikers "Light My Fire" vorgenommen. "Als ich zum ersten Mal ihre Stimme auf Platte hörte, hat es mich glatt umgehauen, wie mühelos sie durch alles hindurchdrang." DJ Skymoo alias Mark Brydon von Moloko geht in seiner Bewunderung noch einen Schritt weiter: "Es sind nicht nur Shirleys außergewöhnliche Stimme und die Arrangements, sondern auch die fesselnde Dramatik ihrer Performance, die sie bis heute so unvergleichlich macht." Auf diese herzzerreißende Dramatik ist auch Brydons Remix der Jaques Brel Komposition "If You Go Away" zugeschnitten. "Wie sie den Text interpretiert, das ist Tragik in Vollendung und lässt einen glatt vergessen zu atmen. So schien es mir unpassend, den Song mit einem fröhlich-funkigen Dance-Rhythmus zu unterlegen. Deshalb entschied ich mich für melancholische Streicher und einen kühlen europäischen Techno-Beat."

Neben Brydon und dem jungen Duoprojekt awayTEAM, das mit "Where Do I Begin" das berühmte Thema aus dem Film "Love Story" ausgesucht hat, widmet sich auch George Evelyn von Nightmares On Wax einer großen Passionsballade. Wie auf seinen eigenen TripHop-Alben für das englische Warp-Label befördert er den weniger bekannten Bassey-Titel "Easy Thing To Do" mit atmosphärischen Sounds, Keyboard-Hooks und seinen typischen Slow-Beats in einen höheren Zustand der Entspannung. Eine ähnlich relaxte Stimmung verbreiten Andy Cato und Tom Findlay alias Groove Armada mit ihrer weltvergessenen Version von "Never Never Never", bei der man Shirley Bassey in tiefer Melancholie versunken wähnt.

Ganz anders und weit weniger "smooth" klingen dagegen die Uptempo-Tributes von Wild Oscar ("Big Spender"), Twelftree ("Light My Fire") und DJ Spinna ("Spinning Wheel") zwischen House, HipHop, Funk und Big Beat, die die temperamentvolle Seite der Bassey hervorheben. "Als ich als Teenager in meinem Schlafzimmer zu den Klängen von 'Spinning Wheel' herumhüpfte", erinnert sich DJ Spinna, "hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich eines Tages das Privileg genießen würde, eine solche lebende Legende zu remixen. Als ich zum ersten Mal das Schlagzeug der Original-Bänder hörte, bin ich fast ausgeflippt. An so einem Experiment teilzunehmen, war eine ganz große Ehre."

Obwohl Shirley Bassey in ihrer langen Karriere, die Anfang der 50er Jahre im Londoner Men's Club begann, zahlreiche Hits wie "Banana Boat Song", "As I Love You", "Something", "For All We Know" und "Never Never Never" verbuchen konnte, ist ihr Name auf ewig verknüpft mit der britischen Kultfigur James Bond. Dreimal sang sie den Titelsong eines 007-Films ("Goldfinger", "Diamonds Are Forever", "Moonraker"), und wie niemand sonst machte sie dabei mit ihrer elektrisierenden Performance den Geist des berühmten englischen Spions im Auftrage ihrer Majestät hörbar. So ist es wenig verwunderlich, dass unter den zehn Songs des Albums zwei legendäre Bond-Titel einen besonderen Platz einnehmen.

Dass die Propellerheads perfekt mit Shirley Bassey harmonisieren, haben sie schon mit "History Repeating" bewiesen. Was das Duo jedoch aus dem Klassiker "Goldfinger" gemacht hat, grenzt an ein Wunder. Selten zuvor verband sich Jazz,- Big Band- und Filmmusik-Nostalgie so perfekt mit neuen Sounds und innovativer Sample-Technik. Dieses Bravourstück kostete die Propellerheads jedoch einige Mühe: "'Goldfinger' wurde 1964 aufgenommen, bevor Multi-Track-Bandmaschinen benutzt wurden. Wir hatten also keine getrennten Tonspuren von Gesang, Instrumenten und Orchester. Es hat uns Nerven aus Stahl gekostet, um das Skalpell an einen dermaßen sexy Körper anzusetzen. Wir haben die Augen geschlossen, gesampelt und manipuliert und dabei an England gedacht. Und an Wales. Und möglicherweise auch an die Bahamas."

Selbst für Kurtis Mantronik, der als Produzent und Künstler auf vielen stilistischen Parketts zuhause ist, markierte die Arbeit an "Diamonds Are Forever" einen Höhepunkt seiner Karriere. "Ich war immer schon ein großer Fan der James-Bond-Filme. Ich bewundere den 007-Stil, und Shirleys Musik erinnert mich immer an diese coole Atmosphäre, die für das Phänomen James Bond steht. An diesem Remix zu arbeiten, war wie die Erfüllung eines Traumes." Kein Zweifel: Vom Opener "Where Do I Begin" bis zum letzten Titel "If You Go Away" haben alle Mitwirkenden wahre Sternstunden ihrer Arbeit abgeliefert. "Diamonds Are Forever - The Remixes" ist ein Album voll glorreicher Hymnen, verführerischer Grooves und fesselnder Sounds - eine vorzügliche Hommage an eine der aufregendsten Stimmen, die das 20. Jahrhundert jemals hervorgebracht hat.

Quelle: EMI Music Germany
Foto: EMI Music Germany

Bassey, Shirley

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