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Biografie-Datenbank » Londonbeat


Londonbeat
Stand: 13.07.2006 - 05:08

Nachname / Bandname: Londonbeat
Vorname: -
Geburtsort / Gründungsort: ?
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 1987
Todestag: -

Die gibt´s doch gar nicht mehr! Denken viele und liegen total falsch. Denn LONDONBEAT gibt es sehr wohl noch. Oder besser gesagt: Wieder. "Where Are U" heißt die neue, peppig-groovige Single. Das Album dazu, es ist das erste im neuen Jahrtausend, hört auf den perfekt programmatischen Titel "Back in the Hi-Life". "Das war der allererste Song, den wir geschrieben haben, nachdem wir wussten: Wir machen das wieder." Sagt Jimmy Helms, der Kopf und Chefsänger des Quartetts. "Er handelt von uns. Von LONDONBEAT."

So richtig in Vergessenheit sind sie ja sowieso nie geraten. Im High Life finden sie auch weiterhin statt. Sei es beim Konzert vor 25.000 Fans im sibirischen Wolgograd, oder auch gern in etwas feudalerer Location. "Gerade erst letztes Wochenende waren wir in Nizza. Wir haben auf der Yacht "Christina" von Onassis ein Konzert gegeben. Genau wie letztes Jahr. Die Veranstalter buchen uns immer wieder, weil sie wissen: Unseren Sound mögen die Leute. Und sie haben uns nicht vergessen."


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Wie auch? "I´ve been thinking about you". Das war ihre große Nummer, DER Welthit. Anfang der 90iger Nummer 1 in Deutschland, Nummer 1 in Amerika, Nummer 2 in England. Eines dieser Lieder, das einem die Sonne ins Gesicht zaubert. Du hörst es einmal und vergisst es nicht mehr. "Es ist schon wunderbar, wie ein oder zwei Songs dich für immer ins Gedächtnis von vielen Millionen Menschen einbrennen können", so Helms. "Wir haben uns nachher oft gefragt: Warum ausgerechnet ´I´ve been thinking about you´"? Ich denke, die Leute verbinden ihr Leben zu jener Zeit mit diesem Song. Sie wissen noch, wo sie waren und was sie getan haben, als sie ihn zum ersten Mal hörten. Man kann so etwas nicht planen. Das passiert einfach." Mehr als drei Millionen mal verkauft sich die Single, Londonbeat sind plötzlich globale Superstars des Pop.

Sie machen ein weiteres Album, mit "You bring on the sun" gibt es wieder einen Top Ten Hit, aber danach gehen die Gruppenmitglieder, die sich 1987 als Backgroundsänger von Paul Young ("Come back and stay") zusammengefunden hatten und ein Jahr später mit der Ballade "9 a.m. (The Comfort Zone)" den ersten Charterfolg feierten, ihrer Wege. Helms schreibt ein paar Songs und widmet sich wieder seinem Lebenswerk - einen als Trilogie angelegten, "mystisch-historischen Roman über die Eroberung Amerikas durch die Europäer." Seit 15 Jahren sitzt er da dran. Doch der Schmöker muss nun warten. Denn zusammen mit dem Gründungskollegen Jimmy Chambers, sowie den zwei Neuzugängen Myles Kayne und Marc Goldschmitz macht Helms nun wieder das, was er am liebsten macht: LONDONBEAT. "Die Leute haben nie Ruhe gegeben. Immer wieder hat man mich auf die Gruppe angesprochen, Konzertpromoter und Plattenfirmen wollten wieder und wieder wissen: Wo sind LONDONBEAT? Spielt doch mal wieder Konzerte. Macht doch mal wieder eine Platte. Schließlich, vor rund einem Jahr, gibt er dem Drängen nach. "Ich wollte es wieder probieren. Es war eine Herausforderung, LONDONBEAT dorthin zu bringen, wo wir im Jahre 2003 hingehören."

Chambers, gebürtig aus Trinidad, ist spontan wieder mit dabei. Kayne, der als begnadeter Gitarrist den neuen Londonbeat-Sound maßgeblich beeinflusst, kommt als Entdeckung von Chambers´ Ex-Frau mit an Bord. Der Düsseldorfer Gitarrist Goldschmitz schließlich, mit 32 das Küken der Band sowie der einzige Weiße, verdiente sein Geld bislang als Studio- und Live-Musiker für Acts von Jennifer Paige bis Ricky Martin. "Musikalisch sind wir mit den beiden stärker und versierter als jemals zuvor", ist Jimmy Helms überzeugt. "Auch menschlich passt es perfekt."

Brite ist keiner bei Londonbeat, aber bis auf Goldschmitz leben sie dort. Helms kommt aus Boston, Kayne aus Florida. "Als die Band anfing, da gab es diesen unverkennbaren London-Sound. Soul II Soul, Fine Young Cannibals, Neneh Cherry. Diesen Sound haben wir damals aufgegriffen und uns deshalb LONDONBEAT genannt."

Der Kontakt zu "Coconut Records" kommt über einen Tourpromoter zustande. Seit Herbst vergangenen Jahres tüftelt das Quartett im Hennefer Coconut-Studio an den neuen Stücken. Zusammen mit den Coconut-Machern Tony Hendrik (aka D. Lynstedt) und Karin Hartmann (aka K.S. Haardt) als Songwriter und Producer, sowie mit Charles Pierre, Sylvester Simmons und Henning Schmitz (Mitglied von "Kraftwerk") machen sich Helms und Co. zurück auf den Weg ins Hi-Life. Aber natürlich ist man soundmäßig nicht stehen geblieben, wie die erste mitreißende Single "Where Are U" eindeutig unterstreicht. Helms: "Das Lied ist hundertprozentig wieder erkennbar LONDONBEAT. Aber eben so wie Londonbeat heutzutage zu klingen hat: Zeitgemäß, modern und doch klassisch."

Aber keine Sorge: "Back in the Hi-Life" reicht für mehr als nur einen Höhepunkt. "J-Lo" etwa ist eine fröhlich-funkige Hommage an die Latino-Queen, "unser lustiges Spaßlied für alle Typen", wie Jimmy es ausdrückt. Auch das Titelstück hat feinsten Powersoul zu bieten, während es in "Spirit of the child" plötzlich ganz leise und ganz traurig wird. "Das ist unser ernstestes Lied. Es handelt von den zwei Mädchen, die letztes Jahr in England misshandelt und ermordet wurden. Diese Tat hat uns sehr bewegt und uns hilflos zurückgelassen. Vielleicht können wir mit dem Song ja die Menschen trösten, die solchen Taten ähnlich verzweifelt gegenüberstehen wie wir selbst."

Trotzdem: Die Grundstimmung auf LONDONBEAT´s furiosem Comeback-Album, das mit drei neueingespielten sowie frisch arrangierten Versionen von "I´ve been thinking about you" "A better love" und "You bring on the sun" ausklingt, ist eine sehr positive. "Unsere gute Laune ist uns nicht peinlich", so Jimmy Helms. "Wir schämen uns nicht dafür, dass wir eine erfahrene Band sind. Wir sind uns des Nostalgie-Faktors durchaus bewusst und freuen uns, wenn wir noch die Leute erreichen, die uns vor über zehn Jahren schon mochten. Aber wir wollen auch ein Signal setzen. Dass wir uns mit den alten Elementen plus neuer Ideen weiter nach vorne bewegt haben. Ich würde sagen, wir sind ein neues Londonbeat, das nicht vergessen hat, wo es herkommt."

Quelle: BMG
Foto: BMG / Ulrich Wolf

Londonbeat

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