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Biografie-Datenbank » Baha Men


Baha Men
Stand: 26.07.2006 - 03:02

Nachname / Bandname: Baha Men
Vorname: -
Geburtsort / Gründungsort: ?
Geburtsdatum / Gründungsdatum: ?
Todestag: -

"Nach zwanzig Jahren über Nacht berühmt", witzelte ein Journalist des amerikanischen Rolling Stone, als die Baha Men vor zwei Jahren mit "Who Let The Dogs Out" die USA im Sturm eroberten. Bis dahin hatte man in den Staaten von der neunköpfigen Formation kaum Notiz genommen. Das sollte sich nun schlagartig ändern. Zwar hatten "die größten musikalischen Botschafter der Bahamas", wie sie von der Regierung daheim gerne bezeichnet werden, den Rest der Welt bereits mit zahlreichen Konzerten beglückt, und in Japan für ihre Alben sogar fünf mal hintereinander Platin bekommen. Mit "Who Let The Dogs Out" erreichte ihre internationale Karriere jedoch einen neuen, ungeahnten Höhepunkt: Der aberwitzige Song eroberte nicht nur die amerikanischen Charts und Clubs, sondern avancierte in Windeseile zur beliebten Stadionhymne. Und das gleichnamige Album war nicht weniger erfolgreich. Innerhalb von vier Monaten hatte es in den USA dreifaches Platin erzielt und kletterte mit weiteren Gold- und Platinehren in zwölf Ländern in die Top 10. Auch die Preise ließen nicht lange auf sich warten: Neben dem Grammy als "Best Dance Recording", den Billboard Awards für "World Music Album Of The Year" und "World Music Artist Of The Year" wurde der Über-Hit "Who Let The Dogs Out" von MTV sogar zur "No.1 Sports Anthem Of All Time" gekürt.

Time Magazine verglich den Einfluss der Baha Men mit jenem von Harry Belafonte in den 50ern und Bob Marley in den 70er Jahren. Tatsächlich ist der Junkanoo das, was für Trinidad der Calypso und für Jamaika der Reggae ist. Der quirlig perkussive Sound der Bahamas, ursprünglich auf Kuhglocken und Ziegenledertrommeln zelebriert, hat in dem modernen Groove der Baha Men seine modernste und massentauglichste Variante gefunden. Was einst die Sklaven zu einem Aufstand bewegt haben soll, lockt heute die Clubbesucher in Scharen auf die Tanzflächen oder sorgt im Stadionrund für Verzückung. Mit dem Erfolg von "Who Let The Dogs Out" als erfrischendem Rückenwind tourten die Baha Men bis zum Abwinken, fanden aber doch noch Zeit, für den Kino-Blockbuster "Shrek" den Song "Best Years Of Our Lives" aufzunehmen, die Eröffnungs- und Schlusstitel für die Komödie "Rat Race" sowie einen Song für die Disney-Channel Show "Stanley". "Die letzten zwei Jahre erinnern mich an das Märchen von Cinderella", sinniert Drummer Colyn ´Mo' Grant. "Jeden Abend zum Ball gehen, in der Hoffnung, dass der Schuh passt - und eines Abends passiert es dann wirklich."


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Höchste Zeit also in ein paar neue Siebenmeilenstiefel des Erfolgs zu schlüpfen. "Move It Like This" heißt nicht nur die neue Single, sondern auch das neue Album der karibischen Frohnaturen. Und während die Single bereits in den internationalen Charts reüssiert, demonstrieren die Baha Men auf Albumlänge, wie man auf einzigartige Weise karibisches Lebensgefühl mit modernem Pop vermischt, dass es an weiteren potenziellen Hits wahrlich nicht mangelt. Ihr universell verständlicher Pop-Groove impliziert feisten Classic-Soul und funkensprühende Electro-Beats, locker-legeren HipHop und lebensbejahende karibische Rhythmen. Die Mischung macht's. Höchst vital kommt "Normal" daher, eine multikulturelle Hymne im Stile von Sly & the Family Stone. "Rich In Love" dagegen ist in pulsierende Reggae-Vibes getränkt. Ausgelassene und lebensfrohe Coverversionen wie der Beach Party-Klassiker "Coconut" oder die überragende Ballade "I Thank Heaven" von Curtis Mayfield, die in dieser Version sicherlich eine der Hochzeitshymnen des Jahres werden wird, stellen unter Beweis, wie gekonnt die Baha Men sich Klassiker einverleiben und ihnen ganz neuen Atem einhauchen.

Anfang der 80er Jahre hoben die Baha Men ihre innovative musikalische Verbindung von Pop und traditioneller Musik der Bahamas aus der Taufe. Doch blicken wir noch weiter zurück: 1971 gelang der von den Bahamas stammenden Band Beginning of the End mit "Funky Nassau" ein großer internationaler Hit - das erste Mal war der traditionelle Junkanoo mit Popmusik kombiniert worden. Der Erfolg dieser Band hatte auf der Insel eine regelrechte Explosion von neuen Popgruppen zur Folge, den meisten war jedoch wenig Erfolg beschert. Gary Davis and the Vendors stachen noch hervor, die 1972 mit "Funk Machine" einen kleinen Achtungserfolg hatten. Das besondere an der Band war der Drummer, Colyn "Mo" Grant, noch ein Teenager. TK Records, ein Label aus Miami, war für die nächsten internationalen Junkanoo-Erfolge verantwortlich: Ein Mitarbeiter des Studios gründete die legendäre K.C and the Sunshine Junkanoo Band und machte mit einem Mix aus Junakanoo und Soul (und einem gekürzten Namen) Musikgeschichte. Die nächste Formation des Labels war T. Connection, deren Mittelpunkt der Gitarrist Pat Carey und der Percussionist Anthony "Monks" Flowers bildeten. 1987 hatten sie einen Millionenerfolg mit dem Junkanoo-Disco Fusion Hit "Do What You Wanna Do".

Anfang der 80er gründete der Vendors-Drummer "Mo" Grant mit dem Bassisten Isaiah Taylor, dem Gitarristen Herschel Small und dem Keyboarder Jeffrey Chea die Gruppe High Voltage. Auf der Insel waren sie bald berühmt und hatten eine Reihe Hits zu verbuchen und spielten als Studioband für die lokale Legende Eddie Minnis. Kendal Stubbs, der beim Tom Tom Club Bass gespielt hatte, erkannte das Format der Gruppe und machte für die Band ein modernes Arrangement des Nassau-Klassikers "Back To The Island". Außerdem nahm er Kontakt zu Steve Greenberg auf, damals A&R Chef bei Big Beat Records, der die Künstler sofort unter Vertrag nahm. High Voltage nannte sich um - Baha Men würde die Verbindung zur Heimat deutlicher machen.

"Back To The Island" vom Album "Junkanoo" wurde in einigen Staaten der U.S. ein Hit und wird noch heute benutzt, um etwa Filmberichte über die Bahamas zu untermalen, doch die LP hatte keinen großen Erfolg. Für das zweite Album, "Kalik", steuerte Freund und Fan Lenny Kravitz seine Dienste als Komponist und Produzent bei: "Sunny Day" eroberte die japanischen Charts und machte den Anfang von sechs aufeinanderfolgenden Platinalben in Japan. Auch auf dem vorliegenden Album hat Kravitz sich wieder beteiligt, man kann ihn auf "I Just Wanna Fool Around" hören. Für Kalik stießen außerdem Carey und Flowers zur Band, die ehemals bei T. Connection gespielt hatten. Außerdem hatte die Band ihren ersten großen Filmauftritt in dem Spielfilm "Mein Vater der Held", mit Gerard Depardieu. Steve Greenberg nahm die Baha Men kurzerhand mit, als er A&R Chef bei Mercury Records wurde. Es folgten zwei Alben und 1999 stießen drei neue Sänger zu der Band. Rick Carey, Sohn des Gitarristen Pat; Marvin Propser und Omerit Hield, Neffe des ursprünglichen Baha Men-Sängers Nehemiah Hield, brachten ihre Frische und Jugend mit ein - ein guter Schritt um endlich den US-amerikanischen Markt zu erobern. Auf Greenbergs Anregung hin nahmen die Baha Men den karibischen Lokalhit "Who Let The Dogs Out" neu auf - der Rest ist Geschichte.

"Die Baha Men haben den Junkanoo Sound revolutioniert", sagt Drummer Colyn "Mo" Grant stolz. "Der reinen Percussion - Trommeln und Kuhglocken, und später Bläser - haben wir elektrische Gitarren, Keyboards und Schlagzeug beigemengt, um unseren eigenen Sound zu kreieren. Wir sind stolz, dass wir die Musik unserer Heimat auf ein international zugängliches Format bringen konnten." "Move It Like This", das mittlerweile achte Album der Baha Men, ist zugleich ihr Einstand bei Capitol und wird neue Fans ebenso überzeugen wie die alteingeschworenen. Den Fans geben, worauf sie sich gefreut haben, und trotzdem Risiken eingehen und Neues ausprobieren, so lautete schon immer die Formel der Baha Men, und der bleiben sie auch auf "Move It Like This" treu. Als innovative Vertreter einer ganz außergewöhnlichen Musikrichtung respektiert zu werden, das ist das Ziel der Formation. Sagt Mo: "Ich hoffe, dass das Publikum die Baha Men als Gruppe so akzeptieren wird, wie es ´Who Let The Dogs Out' als Song angenommen hat. Wir lieben das, was wir machen, und es ist toll, wenn die Leute auch auf den Geschmack kommen."

Quelle: EMI Music Germany
Foto: EMI Music Germany

Baha Men

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