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Biografie-Datenbank » Caillat, Colbie


Caillat, Colbie
Stand: 10.02.2008 - 00:49

Nachname / Bandname: Caillat
Vorname: Colbie
Geburtsort / Gründungsort: Newbury Park, Kalifornien, USA
Geburtsdatum / Gründungsdatum: 28.05.1985
Todestag: -

Bereits seit dem Tag ihrer Geburt, die übrigens im eigenen Elternhaus in Malibu, mit Blick auf den Pazifik, über die Bühne ging, ist Colbie Caillat (sprich: Cah-lay) der Inbegriff eines "California Girl". Ihre Vorstellung von einer guten Zeit besteht im Wesentlichen aus Lagerfeuern mit Freunden am Strand, oder aber aus zurückgelehnten Autofahrten entlang des Pacific Coast Highway - mit laut aufgedrehter Musik natürlich.

In den Songs von "Coco", ihrem Debütalbum für Universal Republic, wird Caillats ungezwungen-erfrischende Herangehensweise im Handumdrehen deutlich: Mit ihrer Akustikgitarre und einer Stimme, die an Dämmerlicht erinnert, erweckt sie ein derartig sanftes und inniges Gefühl, wie es schon ihre musikalischen Vorbilder evoziert haben: John Mayer, Bob Marley, Lauryn Hill und The Weepies.

Passend zu dem organischen Ansatz, der ihre Musik auszeichnet, ist auch die Fanbase von Caillat (zunächst) einzig per Mundpropaganda gewachsen - jeden Tag kam ein Fan dazu. Im vergangenen Jahr allerdings begann sie, ihre Songs auf MySpace.com zu veröffentlichen - Songs wie "Bubbly", ein wunderschöner Bericht über ein Liebesabenteuer, und "Tailor Made", eine direkte Message an Colbies Schwester, die kurz zuvor "den Richtigen" gefunden hatte.

Einzig mit ihrer Musik ausgerüstet - also ohne jegliche Rückendeckung aus der Marketing-Abteilung - wurde Caillat im Handumdrehen zum Superstar des MySpace-Netzwerks. Im vergangenen Oktober hatte sie bereits 6.240 "Freunde", und das amerikanische Rolling Stone-Magazin ernannte sie zu einer der weiblichen Top-Artists auf MySpace. Schließlich avancierte sie zur erfolgreichsten Künstlerin ohne Plattenvertrag überhaupt, als die Zahl ihre MySpace-Fans (jene "Freunde") über die 100.000 schoss. Inzwischen ist ihre Seite schon über 3,4 Millionen Mal besucht worden - und ihre Songs wurden bereits über 11 Millionen Mal angehört (Stand: Mai 2007).

Mit wachsender Online-Popularität stieg auch schon bald ihr Wiedererkennungswert auf der Straße: "Ich bin noch nicht mal berühmt, und trotzdem werde ich jedes Mal erkannt und angesprochen, wenn ich einkaufen gehe. Meistens sind es junge Mädchen, die in irgendeinem Laden arbeiten; sie kommen an und fragen, `Hey, bist du nicht Colbie von MySpace?´", berichtet sie sich lachend. Sicherlich freut sie sich über die Anerkennung, und doch beklagt sich die zurückgelehnte Schönheit zugleich darüber, dass sie nun jedes Mal, wenn sie das Haus verlässt, Make-up tragen muss. "Na fantastisch!" Doch relativiert sie diese Aussage schon im nächsten Satz wieder: "Allerdings werde ich meine Gewohnheiten auf gar keinen Fall ändern, nur weil vielleicht irgendwer das von mir erwartet. Auf keinen Fall. Ich glaube sogar, dass das die beste und wichtigste Botschaft ist, die ich meinen Fans mit auf den Weg geben kann: Dass sie sich so akzeptieren sollten, wie sie sind." Es verwundert also kaum, dass ihr Wunsch nach Selbstakzeptanz und Treue zu ihren Wurzeln auch ihn ihrem Albumtitel mitschwingt: Ihre Eltern gaben ihr den Spitznamen "Coco" als sie noch ein Säugling war - und dieser Name sollte bis heute haften bleiben.


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Schon als kleines Mädchen war Colbie Caillat eine begabte Sängerin, doch den absoluten Schlüsselmoment erlebte sie schließlich als 11-Jährige: "Da hörte ich zum ersten Mal `Killing Me Softly´ in der Version von Lauryn Hill. Ich finde ihre Stimme einfach wahnsinnig schön, und ab diesem Tag wollte ich auch Sängerin werden. In der sechsten Klasse habe ich dann einen ihrer Songs für einen Talentwettbewerb ausgewählt."

In ihrer Familie war Musik zudem nichts Ungewöhnliches. Ganz im Gegenteil: Ihr Vater, Ken Caillat, produzierte einst die legendären Fleetwood-Mac-Alben "Rumours" und "Tusk", woraufhin er sein eigenes Label gründete. "Mein Vater produzierte jeden Tag Musik, er war immer am Abmischen; und zwar zu Hause, denn er hatte sein ganzes Equipment bei uns aufgebaut. Vor ein paar Jahren hat er dann das `Tusk´-Album noch einmal neu abgemischt... insofern kann man definitiv sagen, dass ich mein ganzes Leben lang von Musik umgeben war." Auch kann sie sich noch daran erinnern, wie Mick Fleetwood und Lindsey Buckingham zu Besuch waren: "Die ganzen Freunde von meinem Vater sind allesamt im Musikgeschäft, daher konnte ich mir auch hier und da ein paar Dinge abgucken und von ihnen lernen. Jetzt, wo ich selber auch Teil dieser Welt bin, kann ich jederzeit zu ihnen kommen und sie um Rat fragen, was wirklich supercool ist."

Ihr Vater schlug ihr während der Arbeit am Album sogar vor, dass Fleetwood und Buckingham mit ihrem Können am Schlagzeug bzw. an der Gitarre bei "Coco" mitwirken sollten, aber Caillat war sich sicher, dass sie in diesem Fall ablehnen und ihren eigenen Weg gehen musste. Und doch hat sie sich wiederholt auf die Ratschläge ihres Vaters verlassen. "Ich wollte ursprünglich einfach nur eine Sängerin sein. Er aber sagte mir, dass man, um von den Leuten wirklich respektiert zu werden, auch seine eigenen Songs schreiben muss. Nur dann kann man wirklich eine Verbindung zu seinen Zuhörern herstellen, weil man so noch viel mehr von sich preisgibt."

So wurde aus der einstigen Sängerin also eine Singer/Songwriterin. Schon bald entdeckte sie ihr angeborenes Talent, wenn es darum ging, nuancierte und zugleich wesentliche Momente ihres Lebens in Form eines Songs festzuhalten - wie zum Beispiel die erste Liebe oder der Übergang zum Erwachsenenleben. Mikel Blue, den sie erstmalig als 15-Jährige getroffen hatte, beauftragte sie schon bald darauf, von ihm geschriebene Songs für St. John Knits-Modeschauen einzusingen. Besagte Zusammenarbeit führte schließlich dazu, dass sie auch für ihr Album gemeinsame Sache machten. Außerdem tat sich Caillat mit dem Sänger und Songwriter Jason Reeves zusammen. Gemeinsam schrieben sie an denjenigen Songs, die "Coco" ausmachen.

Laut eigener Aussage entstehen ihre Stücke stets auf sehr organische Art und Weise, allerdings braucht es immer eine gewisse Zeit, bis sie "reif" sind: "Ich lasse die Ideen eine Weile in mir heranwachsen, und dann komme ich an den Punkt, an dem ich drei Songs an einem Wochenende schreiben kann. Es hat definitiv etwas Befreiendes", erklärt Colbie. "Die Themen lege ich dabei niemals im Vorfeld fest. Es ist vielmehr umgekehrt: Wenn ich Gitarre spiele, dann entsteht früher oder später eine Melodie sowie die passenden Worte dazu - und dann baue ich darauf auf."

Und dann gibt´s da noch den Punkt, an dem es sie ans Wasser zieht; allerdings nicht in das kühle Nass, das man erwarten würde...

"Ich schreibe meine Songs immer im Badezimmer, weil die Akustik dort so gut ist", erklärt sie. "Es klingt fast schon wie in einer Kirche. Der Klang ist einfach viel ausgereifter als anderswo, und dieser Klang gibt mir immer wieder neues Selbstbewusstsein. Dadurch können die Melodien letztlich besser aus einem heraussprudeln."

Inspiration findet Coblie Caillat in den unterschiedlichsten Dingen: Mal sind es Gespräche mit ihrer Familie oder mit ihren Freunden, dann wieder sind es introspektive Ausflüge in ihre persönliche Gedankenwelt. Ihr Hang zu hawaiianischer Musik wird beispielsweise in "Tied Down" offensichtlich: "Seit ich 12 bin, fahre ich zwei Mal pro Jahr nach Hawaii. Einmal bin ich sogar für ein paar Monate dorthin gezogen, habe mir mit Freunden einen alten Mietwagen besorgt, einen Job angenommen und war ansonsten die gesamte Zeit mit meinem Longboard in den Wellen - es war perfekt! Ich wollte schon immer mit einer Ukulele auf einem meiner Songs arbeiten. Ich liebe diesen zurückgelehnten Sound einfach! Hawaii bedeutet mir unwahrscheinlich viel." Ein anderes Beispiel ist "One Fine Wire", in dem sie den Frust über eine schier unüberwindbare Angst artikuliert: "Während meiner Zeit am College habe ich so einen Kurs in Rhetorik und Improvisation genommen, weil ich eigentlich superschüchtern bin, wenn ich vor Leuten auftreten soll. Na ja, letztlich hab ich den Kurs wegen so einer Szene, die ich vortragen sollte, wieder hingeschmissen. Meine Eltern waren richtig sauer auf mich, weil ich das nicht durchgezogen habe, weil ich etwas geschmissen hatte, an dem ich eigentlich arbeiten wollte. Also ging ich brüllend auf mein Zimmer und schrieb den Song `One Fine Wire´."

Glücklicherweise ist es inzwischen jedoch so, dass Caillat nicht nur als Songschreiberin, sondern auch als Performerin immer sicherer und besser wird. "Ich gewöhne mich so langsam daran. Jetzt habe ich ja auch meine Band, die mir den Rücken stärkt, und ich liebe die Jungs einfach. Auf der Bühne beeinflussen wir uns die ganze Zeit gegenseitig und bewegen uns musikalisch andauernd in unterschiedliche Richtungen. Ich könnte mir nichts Besseres vorstellen."

Etwas ernster klingt die heute 21-Jährige jedoch, wenn man sie darauf anspricht, dass andere junge Mädchen schon bald zu ihr aufschauen werden. Doch sagt sie dann: "Ich glaube, dass das schon klargeht." Denn wer wäre als Vorbild geeigneter, als eine Musikerin, die von Gleichaltrigen für ihr Talent und ihre Arbeitsweise bewundert wird - und eben nicht dafür, dass sie sich die Nächte in irgendwelchen Clubs um die Ohren schlägt? Eine junge Frau, die ihr Können unbedingt vervollkommnen will - denn derzeit nimmt sie ihre ersten Klavierstunden und arbeitet auch weiterhin an ihrem Gitarrenspiel, weil sie fest davon überzeugt ist, dass sie dadurch ihr Songwriting auf ein ganz neues Level bringen kann.

"Ich habe die vergangenen Monate dazu genutzt, mich auf dieses verrückte Abenteuer vorzubereiten. Ich weiß, dass viele Herausforderungen und auch Frustrationen auf mich warten - und ich werde sicherlich jede Menge lernen müssen. Aber wenn ich es schaffe, mit ein paar guten neuen Songs, einzigartigen Erlebnissen und neuen Freunden zurückzukehren," so Caillat abschließend, "dann wird es sich in jedem Fall gelohnt haben."


Quelle: Universal Music
Foto: Universal Music

Caillat, Colbie


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